| 21:07 Uhr

Nicht nur Asse gesucht

Hören und hämmern: Nach dem Familiengottesdienst gab es für die Kinder beim Fest der Evangelischen Kirchengemeinde Trier einiges zu tun.Foto: red
Hören und hämmern: Nach dem Familiengottesdienst gab es für die Kinder beim Fest der Evangelischen Kirchengemeinde Trier einiges zu tun.Foto: red
TRIER. (red) Mehr als 600 Besucherhaben bei strahlendem Sonnenschein mit der Evangelischen Kirchengemeinde Trier ein fröhliches Gemeindefest gefeiert. Der Tag begann mit einem bunten Familiengottesdienst in der übervollen Christuskirche.

Posaunenchor und Kinderchor übernahmen die musikalische Gestaltung. Superintendent Christoph Pistorius lud in seiner Predigt die Kinder zum Kartenspiel ein. Die staunten nicht schlecht - enthielt das Spiel doch einzig Asse. Pfarrer Ulrich Dann führte die Dialogpredigt fort: So etwas könne es nicht geben. Gerade die verschiedenen Fähigkeiten und Talente seien wichtig. "Allerdings: Alle sind gleich viel wert", sagte der Theologe. Superintendent Pistorius motivierte die Gemeinde zum Mitmachen: "Überlegen Sie, wo Sie sich einbringen wollen in unserer Gemeinde", sagte er und verteilte Spielkarten, auf deren Rückseite Platz für eigene Ideen war. Im Gottesdienst wurde die neue "Job-Börse für Ehrenamtler" vorgestellt: Stellenbeschreibungen für verschiedene Tätigkeitsfelder in der Kirchengemeinde, in denen neue Mitarbeiter gesucht werden. "Ob jemand gerne spazieren geht und dabei ein paar Gemeindebriefe austrägt, oder ob jemand gerne ältere Menschen besucht - es gibt so viele Möglichkeiten, sich einzubringen", sagte Pfarrer Guido Hepke. Der Öffentlichkeitsbeauftragte hatte die Job-Börse vorbereitet. Vor allem dank der ehrenamtlichen Helfer war das Fest ein Erfolg: Beim Bücherflohmarkt, dem Marmeladenstand, beim Malwettbewerb, dem Trommel-Workshop oder im Gruselkabinett, bei der Versorgung mit Speis und Trank - überall gab es Menschen, die gerne beim Fest mithalfen. Mehr als 2000 Euro kamen so zusammen, deren eine Hälfte nach Irkutsk in Sibirien geht. Die Kirchengemeinde ist mit der dortigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde partnerschaftlich verbunden. Mit der anderen Hälfte wird ein Friedensprojekt in Bujanovac unterstützt. In der Schachschule des Ortes lernen junge Serben und Albaner, miteinander zu spielen und zu leben. "Wir danken allen, die mitgeholfen haben, und allen, die zu uns gekommen sind", sagte der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Thomas Luxa.