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Kommunales
Mühlenstraße steht ganz unten

Problem-Straße in Trier-Irsch: Die Buckelpiste gehörte dringend umfassend unterhalten, lautet die Forderung aus dem Ortsbeirat.
Problem-Straße in Trier-Irsch: Die Buckelpiste gehörte dringend umfassend unterhalten, lautet die Forderung aus dem Ortsbeirat. FOTO: LH
TRIER-IRSCH. Der Ortsbeirat Trier-Irsch erneuert seine Forderung nach einer Sanierung des maroden Weges und bietet der Stadt Trier einen Handel an. Von Ludwig Hoff

„Schon im ‚MIP‘ (Mittelfristiges Investitions-Programm) von 1999 stand die Sanierung der Mühlenstraße in Trier-Irsch als städtische Maßnahme im Plan. Passiert jedoch ist seitdem nichts“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch (CDU). Er kritisiert das jetzt neu aufgestellte „10-Jahreskonzept Straßenbaumaßnahmen“ aus dem Trierer Rathaus.

Da sei zu befürchten, dass der Buckelpiste Mühlenstraße mit dem neuen Konzept das gleiche Schicksal drohe wie mit dem MIP. Denn: Das Vorhaben finde sich wieder ganz unten auf der letzten Seite der Liste.

Allein der vorgesehene Ausführungszeitraum der Sanierung treibt dem Ortsvorsteher die Zornesröte ins Gesicht: „Geschoben von 2018 auf 2020“, sagt Klupsch. Ihn ärgert, dass überall neue Baugebiete entstehen, wogegen er nichts habe, die Höhenstadtteile zusammen mit ihren 25 000 Einwohnern letztlich aber allein gelassen würden von der Verwaltung, wenn es um die damit einhergehenden Verkehrsbelastungen gehe.

Das sieht der Ortsbeirat von Irsch ganz genauso. Dringend auf die Agenda der städtischen Projekte gehöre die in die Jahre gekommene Mühlenstraße in der Weise, wie die Sanierung des Mittelstücks vor vier Jahren erfolgte.

Ein Total-Ausbau mit belastenden Beitragsbescheiden für die Anwohner dürfe nicht das Ziel sein, sondern eine Sanierung in Form einer Unterhaltungsmaßnahme. Gelungene Beispiele gebe es zu Genüge, wie etwa die kürzlich abgeschlossene Unterhaltung der Irscher-Straße und der Hochweiler-Straße auf einer Länge von 1,2 Kilometer zeige.

 Der Ortsbeirat stellte in der jüngsten Zusammenkunft nunmehr zum „fünften Male“ (laut Klupsch) den Antrag, die Komplett-Maßnahme Mühlenstraße in dem Konzept in eine Straßenbauunterhaltung umzustellen.

Die Irscher Besonderheit bei diesem Vorschlag: Der Rat wäre sogar bereit, einen Obolus aus dem Ortsteilbudget dafür bereitzustellen um damit der Stadt Trier finanziell unter die Arme zu greifen. Allerdings nur dann, wenn die Bauarbeiten nunmehr zeitnah angegangen würden.Dennoch lobten die Ortsratsmitglieder das städtische Tiefbauamt: Die Neugestaltung des Platzes Irscher Straße/Georgstraße habe zwar Jahre auf sich warten lassen, sei aber dafür außerordentlich gelungen. Wenn zudem noch die Sitzmöglichkeiten, so wie zugesagt, in Kürze installiert werden, könne dort noch im Oktober ein kleines Einweihungsfest stattfinden.

FOTO: TV / Laux, Simone