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Per Handy zu den Stolpersteinen

Das Programm fürs Handy liefert die Informationen zu den Menschen, an die die Stolpersteine erinnern. Foto: Alexander Christian Prümm
Das Programm fürs Handy liefert die Informationen zu den Menschen, an die die Stolpersteine erinnern. Foto: Alexander Christian Prümm
Trier. Die Hochschule Trier hat für Medien- und IT-Interessierte ein buntes Programm geboten. Dazu gehörten Beiträge zur Entwicklung von Firmenlogos und ein Programm zu den sogenannten Stolpersteinen. Ann-Christine Strupp

Trier. Das Medien- und IT-Netzwerk Trier-Luxemburg (MITL) veranstaltete in der Aula des Fachbereiches Gestaltung der Hochschule Trier einen Medientag. Viele Redner, darunter Studenten, Professoren und Vertreter von Firmen der Region, hielten Vorträge rund um das Thema Visualisierung. Vor 50 Zuhörern stellte die IT-Haus GmbH ihre Idee vom Comic als Marketinginstrument vor. In ihrem Projekt "Tina fragt Tom" gehe es hauptsächlich darum, komplexe Technologien und Fachbegriffe verständlich zu erklären und das Interesse der Kunden durch grafische und witzige Aufbereitung zu wecken, erklärte Thomas Simon, Geschäftsführer des IT-Hauses. Comics seien eine perfekte Ergänzung zu klassischen Marketing-Maßnahmen.
Der Vortrag zum Thema Stolpersteine von Alexander Christian Prümm weckte ebenso großes Interesse. Der Student erklärte zunächst das Projekt von Gunter Demnig. Die auf Plätzen und Wegen eingesetzten Stolpersteine sind ein Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, die an den letzten bekannten Wohnstätten der Betroffenen platziert werden. Die Verwaltung ist Aufgabe von lokalen Initiativen wie der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier. Diese organisieren Führungen, bieten Hintergründe und kümmern sich um die Pflege der Steine, wodurch eine hohe Arbeitsbelastung entsteht. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte Alexander Christian Prümm mit seinen Freunden den Stolpersteine-Guide. Die sogenannte App, ein Programm zum Beispiel für Mobiltelefone, soll Interessierten die Möglichkeit bieten, mehr aktuelle Infos direkt vor Ort zu erhalten und spezielle Führungen zu finden.