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Kommunikation
Pfalzel-Info ist online

Ob draußen am Grill in seiner „Teufelsküche“ oder für Pfalzel im Internet: Thomas Schwinden ist immer engagiert bei der Sache. Nun hat er eine Homepage für seinen Stadtteil erstellt.
Ob draußen am Grill in seiner „Teufelsküche“ oder für Pfalzel im Internet: Thomas Schwinden ist immer engagiert bei der Sache. Nun hat er eine Homepage für seinen Stadtteil erstellt. FOTO: Sebastian Stein
Trier-Pfalzel. Thomas Schwinden hat ein Internetportal für den Stadtteil erstellt. Und er hat eine Mission.

Sinkender Beteiligung am örtlichen Vereinsleben hat Thomas Schwinden den Kampf angesagt. Dabei hat der Trierer Stadtteil Pfalzel eigentlich ein reges Vereinsleben und einen aktiven Ortsbeirat. Doch der gebürtige Sauerländer fürchtet, dass sich zunehmend weniger jüngere Pfalzeler engagieren. Schon heute komme es immer wieder vor, dass Vereine bestimmte Aufgaben nicht mehr erfüllen könnten – das sei für den Ort fatal, findet Schwinden. Vor allem bei der Werbung für Veranstaltungen sieht er Probleme: „Die Leute aus dem Haus zu locken wird immer schwieriger.“

Damit künftig auch Pfalzeler außerhalb der „Vereinsblase“ erreicht werden, hat er die Internetseite pfalzel.info aufgebaut. Dort finden sich Pfalzeler Themen, ein Kummerkasten, nützliche Links und das Wetter.

Die Seite geht auf eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Pfalzeler Vereine zurück. Sie waren auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihre Termine im Ort besser zu koordinieren. Dabei entstand die Idee des Pfalzel-Kalenders im Internet, wie Schwinden berichtet. Dort können die Vereine ihre Termine online reservieren und so Tage für ihre Veranstaltungen blocken, damit es nicht zu Überschneidungen im Ort kommt. Grundsätzlich funktioniere das Konzept, meint Schwinden. „Es muss jetzt nur noch in Fleisch und Blut übergehen.“

Damit auch andere Gruppen erreicht werden, setzt Schwinden auf Facebook, um die Homepage zu bewerben. Je mehr dort geteasert wird, desto mehr Seitenaufrufe gebe es, sagt er. Bis Freitag wurde die Seite rund 4500 Mal angeklickt. Und das nicht zuletzt, weil aktuelle Nachrichten aus dem Stadtteil veröffentlicht werden. „Wir sind ein Dorf, und da entstehen und kursieren Gerüchte. Auf der Website sollen die Fakten stehen“, sagt Schwinden. Die Infos bekomme er mittlerweile größtenteils zugetragen.

Schwinden ist äußerst engagiert. Der Außendienstler und passionierte Griller wohnt seit sechs Jahren im Ort. Nachdem er zunächst im Förderverein der Kindertagesstätte aktiv war, hat er den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Pfalzeler Vereine übernommen. Auch politisch beteiligt sich Schwinden nebenher bei der SPD im Ort. Seine Seite solle allerdings völlig neutral sein, stellt er klar.

Bei Problemen im Stadtteil soll der digitale Kummerkasten künftig die erste Anlaufstelle sein, wenn die Pfalzeler öffentlich online diskutieren möchten. Mittelfristig sollen Sponsoren für die Seite gefunden werden.

Thomas Schwinden ist ganz offensichtlich mit  Spaß bei der Sache. Eine Viertel- bis halbe Stunde investiert er täglich in die Internet- und Facebook-Seite.

Er würde sich über potenzielle Nachahmer freuen. Anderen Stadtteilen bietet er seine Hilfe an – und hofft, so dem grundsätzlichen Problem sinkender Beteiligung etwas entgegensetzen zu können.

Zu finden ist die neue Hompage unter www.pfalzel.info