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Piraten stellen Direktkandidaten auf

Kasel/Trier. Die Piratenpartei hat auf ihrem Parteitag am Sonntag in Kasel Andreas Brühl aus Trier zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl gewählt. Unterdessen protestieren die Piraten in der Trie rer Innenstadt gegen die Ausweitung der Sicherheitsgesetze.

Kasel/Trier. Die Piraten der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg gehen mit dem 38-jährigen Andreas Brühl aus Trier (Foto: privat) als Zugpferd in die Bundestagswahl. Der Informatiker wurde am gestrigen Sonntag auf dem Parteitag in Kasel (Ruwertal) gewählt. Brühl, der bereits im November letzten Jahres auf Platz drei der Landesliste der Piratenpartei nominiert worden war (der TV berichtete), erhielt sieben Stimmen. Ebenfalls angetreten war Matthias Koster aus Osburg, auf den vier Stimmen entfielen.
Den "Altparteien" warfen die Piraten vor, Probleme zu verschleppen, statt sie zu lösen. Jeder Bürger müsse die Gelegenheit bekommen, seine Umgebung mitzugestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, werde er dafür sorgen, dass jeder die Möglichkeit zu einer guten Ausbildung erhalte und das demokratische Mitspracherecht gestärkt werde, sagte Brühl nach seiner Wahl zum Direktkandidaten im Wahlkreis 204. Dieser umfasst die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg.
In mehr als 70 Städten, darunter auch in Trier, protestierten die Piraten am Samstag gegen die ihrer Meinung nach ausufernde Überwachung und Ausweitung der Sicherheitsgesetzgebung in Deutschland und der Welt. Einige "Agenten" in Anzügen schwärmten mit Notizblock aus, um Daten von Passanten zu sammeln und an ein "Vorratsdatenspeicher-Büro" zu übermitteln. alf