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Planschen und Basteln im Mäusenest

TRIER-ZEWEN. Vor einem Jahr öffnete das Mäusenest seine Pforten. Mittlerweile besuchen zehn Kinder die Krabbelstube. Den ersten Geburtstag feierten die kleinen Nestbewohner mit einem Tag der offenen Tür. ARRAY(0x13d5ee40)

Vor der Garage der Krabbelstube tummeln sich die kleinen Gäste. Bei sommerlichen Temperaturen und lachender Sonne ist das Planschbecken und die Sandkiste unter dem Sonnenschirm die größte Attraktion. Sophia-Andrea Spitz (ein Jahr) und Lia-Sophie Arlt (ein Jahr) spielen begeistert mit Sandförmchen. Ab und zu werden die Hände zur Abkühlung ins Wasser getaucht. Im gemeinsamen Spiel sind die beiden Mädchen geübt. Schließlich treffen sie sich an jedem Wochentag in der Krabbelstube Mäusenest. "Unsere Gruppe ist super zusammengewachsen. Wenn ein Kind mal nicht da ist, vermissen es die anderen Kinder", berichtet Inge Wanken. Die Erzieherin hat vor einem Jahr die Krabbelstube in Zewen gegründet und leitet die Einrichtung gemeinsam mit Heide Schmitt. Die umgebaute 3-Zimmer-Wohnung mit Bad, Küche und Terrasse ist auf die Bedürfnisse der kleinen Bewohner des Mäusenests ausgerichtet. Neben der Küche gibt es einen Schlafraum, in den sich die Kinder zum Nickerchen zurückziehen können. Ein Turnraum lädt zum Toben ein. Im Gruppenraum stehen Stühle im Miniaturformat an niedrigen Tischen. "Bei uns ist alles auf Kinderhöhe. Nur so kann man die Kinder zur Eigenständigkeit anleiten", erklärt Inge Wanken. Selber den Stuhl zurückzuschieben oder Spielsachen ins Regal einzuräumen ist dadurch auch für Zweijährige kein Problem. Das Angebot der Krabbelstube richtet sich besonders an berufstätige Eltern. Von sieben Uhr in der Frühe bis mittags werden ihre Schützlinge beaufsichtigt.Gemeinsames Frühstück und Mittagessen

Aufgenommen werden Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Gemeinsames Frühstück und Mittagessen stehen für die Kleinen ebenso auf dem Tagesprogramm wie Bastelangebote oder Spielen mit den anderen Kindern. In der Eingewöhnungszeit bringen neue Bewohner des Mäusenests ein Elternteil mit. "Für die Eingewöhnungszeit ist bei jedem Kind individuell. Der eine braucht länger, der andere kommt schon bald auch ohne die Mama zurecht", weiß Inge Wanken. Seit Dezember ist das Mäusenest in den Tagesstättenbedarfsplan der Stadt aufgenommen. Mehr als zehn Kinder möchten die drei Erzieherinnen der Krabbelstube aber nicht in die Einrichtung aufnehmen. Nur so bekommt jedes Kind eine individuelle Betreuung und jedes Kind hat ausreichen Platz zum Toben und Spielen. Beim Tag der offenen Tür gibt es nicht nur für die kleinen Gäste viel zu entdecken. Die Eltern der kleinen Bewohner des Mäusenests lernen sich bei dem Fest auch besser kennen. "Der Tag der offenen Tür soll den Eltern die Gelegenheit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen", erklärt Inge Wanken. Bei kühlen Getränken und Kuchen schauen die Eltern ihren Sprösslingen beim Planschen und Spielen zu. Kinga Jarosz ist Mutter der einjährigen Lia-Sophie. Jeden Tag reist sie mit ihrer Tochter aus Filsch an. Den langen Weg nimmt die junge Mutter gerne in Kauf. "Mit dem Mäusenest bin ich sehr zufrieden. Hier ist der Tagesablauf der Kinder geregelt. Kinder brauchen einfach einen bestimmten Rhythmus", erklärt Kinga Jarosz. Für Lia-Sophie, Sophia-Andrea und die anderen kleinen Mäusenestler sind Mama und Papa am Tag der offenen Tür reine Nebensache. Für sie zählen heute nur zwei Sachen: Wasser und Sand.