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Kriminalität
Trierer Polizei ermittelt: Löcher in der Weinbergsmauer

Aus der ehemaligen Weinbergmauer gegenüber dem Bolzplatz in Trier-Filsch verschwinden immer mehr Steine aus Naturschiefer: Grundstückseigentümer vermuten Steineklau.
Aus der ehemaligen Weinbergmauer gegenüber dem Bolzplatz in Trier-Filsch verschwinden immer mehr Steine aus Naturschiefer: Grundstückseigentümer vermuten Steineklau. FOTO: LH
Trier-Filsch. Fast täglich verschwinden Naturschiefer-Steine aus einer ehemaligen Weinbergmauer in Filsch. Für die Besitzer ist das Maß nun voll. Die Polizei sucht Zeugen und bittet um Hinweise. Von Ludwig Hoff

  Große Löcher klaffen in der Weinbergsmauer in Trier-Filsch gegenüber dem Bolzplatz in der Ahrstraße. Die davon betroffenen Grundstückseigentümer finden das Verschwinden der Steine  nicht komisch, denn es sei zu befürchten, dass Teile der Mauer einstürzten, wenn das so weiter gehe, sagt Jutta da Rocha Bastos.

Die gebürtige Filscherin stammt vom Theisen-Hof und hat das Grundstück, auf dem einst Rebstöcke der Lage „Trierer Herrenberg“ standen, von den Eltern übernommen. So richtig erklären kann sie sich den Diebstahl der im Handel nicht ganz billigen Naturschieferplatten nicht. Auch Aloys Dietzen, ebenfalls Eigentümer einer Parzelle an der Hanglage, ist auf der Suche nach einem Verursacher bislang nicht fündig geworden.

Eine Spaziergängerin, die zufällig vorbeikommt, hat ebenfalls bemerkt, dass „von Woche zu Woche“ immer mehr Steine aus der Mauer verschwinden. Vielleicht baue jemand eine Schiefermauer auf seinem Privatgelände, mutmaßt sie. Weder Aloys Dietzen noch Jutta da Rocha Bastos können sich ebenfalls einen anderen Grund vorstellen.

Sie vermuten, dass die Steine bei Nacht-und-Nebel-Aktionen wegkommen. Jutta da Rocha hat Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei in Trier erstattet: „Mal sehen, ob da was rauskommt.“

Filschs neuer Ortsvorsteher, Joachim Gilles, hat zugesagt, Augen und Ohren offen zu halten, weiß aber auch keinen anderen Rat, wie dem Diebstahl beizukommen wäre.

Der oder die Täter seien bisher nicht ermittelt worden, sagt Karl-Peter Jochem von der Pressestelle des Trierer Polizeipräsidiums. Hinweise an die Polizei Trier, Telefon: 0651/9779-3200.