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Problematische Enge

Problem: LKW-Fahrer, die rechts an der Zurmaienerstraße parken, um das Maut-Terminal in der Shell-Tankstelle zu nutzen. Foto: Johannes Aumüller
Problem: LKW-Fahrer, die rechts an der Zurmaienerstraße parken, um das Maut-Terminal in der Shell-Tankstelle zu nutzen. Foto: Johannes Aumüller
TRIER. (jau) Vor der Auffahrt auf die Autobahn mal eben noch am Terminal das Maut-Ticket lösen – das können LKW-Fahrer in Trier nur an der Shell-Tankstelle neben Burger King in der Zurmaienerstraße.

Diesel und Benzin und im angrenzenden Shop, allerlei Kleinigkeiten von Autokarten bis Knabberkram, das hebt die von Winfried Steffgen geleitete Shell-Tankstelle in der Zurmaienerstraße (direkt neben Burger King) natürlich nicht heraus aus den Zapfsäulen-Stätten dieser Stadt. Aber jener kleine Automat, direkt rechts am Eingang, der so ähnlich aussieht wie ein Geld-Automat bei der Sparkasse, der ist es, der die Tankstelle so einmalig macht - zumindest in Trier. Ab und an krümmt sich eine Gestalt über diesen Automaten, manchmal souverän die Tasten bedienend, manchmal aber auch rätselnd bis verzweifelnd schauend ob der gewünschten EingabeAufforderungen. Um LKW-Fahrer handelt es sich bei diesen Gestalten, und bei diesem Gerät um eines der Maut-Terminals - um Triers einziges Maut-Terminal. Warum das ausgerechnet in der Shell-Tankstelle in der Zurmaienerstraße steht? Weil der Standpunkt so ideal sei und seine Tankstelle in den Vor-Maut-Zeiten schon Vignetten für die Benelux-Staaten verkauft habe, sei's doch nur logisch, dass sie jetzt auch so ein Terminal aufstelle, erklärt Steffgen, wieso "die" (von Toll Collect) auf ihn zugekommen seien. Natürlich, es bringe auch den ein oder anderen Euro, umsonst, das sei ja wohl klar, mache man nichts, aber viel sei es nicht und ein hektisches Geschäft obendrein. Vor allem mittags, da stünden die LKW schon mal Schlange. So weit, so gut, dass wenigstens eine Trierer Tankstelle in diesem Bereich aktiv ist. Aber dann beginnen die Probleme. Denn an der Tanke gibt's für die schweren Brummis keine Parkgelegenheiten, Linksabbiegen war für stadtauswärts Fahrende immer schwierig und ist neuerdings sowieso generell verboten. Nicht speziell wegen des Maut-Terminals, sondern, weil da generell eine "Unfallhäufungsstelle" ausgemacht wurde, wie Karl-Peter Jochem von der Polizei in Trier erklärt. Die LKW-Fahrer nötigt diese Problematik, ihre Fahrzeuge rechts an den Rand der Zurmaienerstraße zu zwängen, manchmal vollständig auf den Bürgersteig, manchmal aber auch halb auf die rechte Fahrbahn, manchmal nur ein LKW, manchmal aber auch mehrere hintereinander. Die Brummi-Piloten müssen wegen der Situation eine (grob geschätzte) zehnminütige Wartepause einkalkulieren, um zu Fuß zwischen dem dichten Verkehr auf der Zurmaienerstraße hindurch zu schlüpfen, in der Tankstelle mehr oder weniger schnell die Karte ins Terminal zu schieben, wieder murrend zu ihren Maschinen zurück zu kehren. Manchen Verkehrsteilnehmer veranlasst diese Problematik wegen der Fahrbahnverengung leicht fluchend diese Stelle zu passieren. Und das Maut-Betreiber-Konsortium Toll Collect veranlasst diese Problematik, über eventuelle Ausweichlösungen nachzudenken. "Die Situation ist uns bekannt", erklärt Toll-Collect-Pressesprecherin Sandra Rohrbach. "Wir schauen uns nach Alternativlösungen um.