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Project 54 und das größte Projekt

Die Musiker Stefan, Paddy und Schmigga (von links) von der Band Project 54 gehen mit Vollgas ins neue Jahr. Unter anderem ist ein eigenes Video geplant. Foto: Band
Die Musiker Stefan, Paddy und Schmigga (von links) von der Band Project 54 gehen mit Vollgas ins neue Jahr. Unter anderem ist ein eigenes Video geplant. Foto: Band
Trier. Ein Jahr lang ist es relativ still um die Trierer Band Project 54 gewesen. Die Auszeit haben Paddy, Schmigga und Stefan genutzt, um Ziele für 2014 abzustecken: Eine Deutschlandtour wäre toll, eine kleine Tour durch Österreich nimmt konkrete Züge an, und ein Musikvideo ist auch in Planung. Das Geld dazu soll über die Crowdfunding Seite startnext.de fließen. Sebastian Klipp

Trier. Sie haben erreicht, wovon viele Nachwuchsrocker aus Deutschland träumen: ein Auftritt bei Rock am Ring. Das erspielte sich die Trierer Punkrock-Band Project 54 im Jahr 2009 mit dem zweiten Platz beim rheinland-pfälzischen Nachwuchsband-Wettbewerb Rockbuster.
Drei Jahre später sehen Patric "Paddy" Freiberger, Marcel "Schmigga" Merz und Stefan Maximini das Konzert als eine schöne Erfahrung, auf der man sich nicht ausruhen kann. "Wir erwähnen das gerne überall, aber bei Bewerbungen hat das leider nicht geholfen", erklärt Sänger und Gitarrist Patric Freiberger.
Weniger Auftritte wegen Hochzeit


Ein ganzes Jahr war es nun etwas ruhiger um das Trio, das alleine in 2006 auf bis zu 50 Konzerten gespielt hat. Der Grund war Paddys Hochzeit. Die Auszeit habe der Band allerdings nicht geschadet. "Im Gegenteil", findet der frisch liierte Musiker. Seine "Jungs" seien selbstverständlich Trauzeugen gewesen. "Das war für mich von Anfang an klar: Wer mich heiratet, heiratet die Band mit."
Ins neue Jahr starten Project 54 bereits sehr früh. Am 4. Januar ist die Band in Trierweiler auf der ICE-Party zu sehen. "Das wird spannend", verspricht Patric. Ein Open-Air-Konzert kurz nach dem Jahreswechsel ist auch für die einstige Schülerband etwas nicht Alltägliches. "Wir sind gespannt, was uns erwartet, ziehen das aber eiskalt durch", merkt er mit Blick auf frostige Temperaturen an.
Läuft alles nach Plan, dürfen sich Paddy, Schmigga und Stefan im kommenden Jahr auch über ein Musikvideo freuen. Bis dahin ist der Weg allerdings noch lang. 1500 Euro kostet eine Videoproduktion, und das Geld dazu soll über die Crowdfunding Plattform Startnext ( www.startnext.de) fließen. Als Titel haben sie das Lied "AFK" ausgewählt, das bereits auf ihrem zurückliegenden Studioalbum "Everything Else In Between" enthalten war. "Der Song startet schnell und laut, und man weiß direkt, wo man bei uns dran ist", begründet Schlagzeuger Stefan Maximini die Liedwahl.
Ein wenig auf der Kippe steht zurzeit noch eine geplante Österreich-Tour im Frühjahr. "Da ist leider ein Konzert ausgefallen", erklärt Freiberger. Fraglich sei, ob man noch kurzfristig Ersatz finde. "Wir machen das aber auf jeden Fall, notfalls etwas später."
Generell zieht es die Trierer Band Project 54 demnächst etwas weiter weg. Berlin wäre eine Reise wert, und auch der Kölner Raum hätte seine Reize, ist sich die Band einig.