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Unfälle
Schleusenunfall in Trier - Augenzeugin sagt: „Unsere Kinder sind völlig traumatisiert“

FOTO: TV / Gerd Heizmann
Trier. Beim Unfall mit einem Personenschiff in der Schleuse Trier sind am Sonntagabend zehn Menschen verletzt worden. Möglicherweise war der Zwischenfall dramatischer als bisher bekannt. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Beim Unfall mit einem Personenschiff in der Schleuse Trier sind am Sonntagabend zehn Menschen verletzt worden. Das Schiff hatte sich beim Ablassen des Wassers in der Schleusenwand verhakt und war in Schieflage geraten. So hat der Trierische Volksfreund in der Ausgabe am Montag die Polizei zitiert. Möglicherweise war der Zwischenfall dramatischer als bisher bekannt. Das berichtet zumindest Marion Becker, die mit ihrer Familie auf dem Schiff war. „Alleine wir waren zehn Personen, davon fünf Kinder im Alter von vier bis neun Jahren, die durch den Unfall völlig traumatisiert sind.“ Die Neigung des Schiffs sei noch stärker gewesen als auf dem im TV gezeigten Foto. „Wir hatten alle Mühe, die Kinder festzuhalten.“ Eine ihrer Töchter sei am Montag wegen einer Verletzung zum Arzt gegangen, die sie erlitten habe, als sie ihren völlig in Panik geratenen vierjährigen Sohn festgehalten habe. „Die Mitteilung, dass direkt nach dem Unfall gefragt wurde, ob jemand ernsthaft verletzt sei, trifft zu. Allerdings waren alle an Bord dermaßen schockiert und voller Angst, dass die Verletzungen erst viel später registriert wurden.“ Marion Becker hält die bisherigen Aussagen zu dem Unfall für zu beschwichtigend.

Auf eine erneute Anfrage unserer Zeitung zu dem Unfall, wollte die Trierer Betreiberfirma des Personenschiffes sich derzeit nicht weiter äußern. Die Wasserschutzpolizei ist dabei, den Unfallhergang und mögliche Ursachen zu ermitteln.