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Schneller durchs Nadelöhr

Kampf gegen den täglichen Stau: Der rote Felsen (links) könnte abgetragen werden, um eine dritte Fahrspur auf der "Bitburger" zu bauen und damit den Verkehr auf zwei Spuren statt nur einer in die Stadt zu leiten. Unsere Grafik zeigt den Verlauf der geplanten Fahrbahn (grün).TV-Foto: Friedhelm Knopp
Kampf gegen den täglichen Stau: Der rote Felsen (links) könnte abgetragen werden, um eine dritte Fahrspur auf der "Bitburger" zu bauen und damit den Verkehr auf zwei Spuren statt nur einer in die Stadt zu leiten. Unsere Grafik zeigt den Verlauf der geplanten Fahrbahn (grün).TV-Foto: Friedhelm Knopp
TRIER. Wie kann Trier für Autofahrer besser erreichbar werden? Über diese Frage haben sich die City-Initiative und die städtischen Verkehrsplaner Gedanken gemacht. Einer der Vorschläge: Die B 51 könnte auf Höhe der Fachhochschule eine Spur mehr erhalten und der Verkehr anders in die Innenstadt geleitet werden. ARRAY(0x13ca57fa8)

Noch sind alles nur Luftschlösser, konkret geplant ist noch nichts. Aber nachInformationen des Trierischen Volksfreunds soll das Nadelöhr B 51 zwischen Fachhochschule und Trier-Pallien ausgeweitet werden. "Es gibt erste planerische Voruntersuchungen, aber noch keine konkreten Ausarbeitungen", informiert der städtische Pressesprecher Ralf Frühauf auf TV-Anfrage.Fangzaun für Felswand

Die Idee: Nicht erst ab der letzten Kurve vor dem Ortseingang soll die B 51 zweispurig in Richtung Stadt führen, sondern schon etwa ab Höhe der Fachhochschule. "Für diese Ausweitung müsste allerdings ein Teil der Felsen abgetragen werden", erklärt Frühauf. Der Vorteil: Der lange Rückstau die so genannte Bitburger hoch könnte abgemildert werden. Ein weiterer Vorschlag zur Entschärfung des Engpasses: Der ankommende Verkehr Richtung City könnte gleichmäßig auf die Nord- und die West-Trasse verteilt werden. Bisher wählt der größte Teil der Trier-Besucher, die über die B 51 von der Eifel an die Mosel kommen, die Kaiser-Wilhelm-Brücke als Zufahrt zur Innenstadt - so, wie es die dortigen Straßenschilder empfehlen. Würde der Verkehr auch über die West-Trasse - über Aachener- und Kölner Straße und anschließend über die Römerbrücke - den Weg in die City finden, könnte das den täglichen Verkehrsstau besser abfließen lassen. Eine Änderung des Verkehrsleitsystems wäre dafür notwendig. "Das Thema soll noch in diesem Jahr im Bauausschuss besprochen werden", kündigt Ralf Frühauf an. Wann die Dezernatsausschusssitzung stattfinden soll und ob das Verkehrsthema im öffentlichen Sitzungsteil diskutiert werde, stehe allerdings noch nicht fest. Sicher ist dagegen: Die Felsarbeiten, mit denen die Stadt in den kommenden Wochen zwischen Napoleonbrücke und Fachhochschule beginnen will, stehen nicht im Zusammenhang mit einem Ausbau der Strecke. "Zwischen den beiden Stützmauern wird ein Fangzaun errichtet, der verhindern soll, dass Geröll auf die Bundesstraße stürzt, wie es in der Vergangenheit schon mal passiert ist", erklärt Frühauf. Dazu muss die Stadtauswärtsspur gesperrt werden, der Verkehr wird auf die normalerweise gesperrte mittlere Spur umgeleitet. "Wir rechnen dabei nicht mit größeren Beeinträchtigungen des Verkehrs, da der Durchfluss so groß sein wird wie normal."