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Senioren-Helfer im Einsatz

Das Helfer-Team vor ihrer "Zentrale", dem Bürgerhaus Trier-Nord: (von links) Brigitta Heinz, Rolf-Dieter Kolb, Käthe Piro, Bernd Weihmann und Manfred Karl Schmidt.Foto: Albert Follmann
Das Helfer-Team vor ihrer "Zentrale", dem Bürgerhaus Trier-Nord: (von links) Brigitta Heinz, Rolf-Dieter Kolb, Käthe Piro, Bernd Weihmann und Manfred Karl Schmidt.Foto: Albert Follmann
TRIER-NORD. "Bürger für Bürger" nennt sich eine neue Initiative, die Menschen in Trier-Nord unterstützen möchte. Insbesondere Senioren, aber auch andere Bedürftige, sollen die Hilfe von ehrenamtlich tätigen Mitbewohnern in Anspruch nehmen können, etwa wenn es sich um Fahr-, Reparatur- und Einkaufsdienste handelt. ARRAY(0x12a54e60)

Wer zwischen Porta Nigra und dem Park Nells Ländchen lebt und aus Alters- oder Krankheitsgründen alltägliche Aufgaben nicht mehr alleine erledigen kann, hat demnächst helfende Hände zur Seite. Denn in Trier-Nord hat sich auf ehrenamtlicher Basis die Initiative "Bürger für Bürger" gegründet. Primär will das Helfer-Team älteren Mitbürgern unter die Arme greifen, aber auch Menschen, die sich einsam fühlen.Aktion startet mit Hausbesuchen

Die Idee, eine "Helfertruppe" in Trier-Nord aufzustellen, entstand nach einer Anfrage von Brigitta Heinz. Sie hatte gerade eine Ausbildung zum "Senior-Trainer" hinter sich und suchte nach einem passenden Betätigungsfeld. Im Bürgerhaus Trier-Nord, wo bereits vielfältige ehrenamtliche Stadtteil-Arbeit geleistet wird, nahm man Brigitta Heinz und ihr Vorschlagspaket von ehrenamtlichen Tätigkeiten für Senioren mit offenen Armen auf. Zusammen mit Käthe Piro, Rolf-Dieter Kolb und Manfred Karl Schmidt gehört die Senior-Trainerin nun zum "harten Kern" der Bürger-für-Bürger-Initiative. Bernd Weihmann koordiniert als Bürgerhaus-Leiter die Hilfe, soweit dies erforderlich sein sollte. Stellt sich zum Beispiel heraus, dass bei Hilfsbedürftigen Drogen im Spiel sind, oder dass Arbeitslosigkeit die Ursache für Probleme ist, sucht er nach Lösungen im Netzwerk des Bürgerhauses. "Es geht am Anfang darum, die Schwellenangst zu überwinden", sagt Brigitta Heinz. Deshalb will sich das Helferteam bei Hausbesuchen vorstellen und den Bedarf ermitteln. In Geschäften sollen Handzettel mit Informationen zur Stadtteil-Aktion ausgelegt werden. So sollen bei älteren Bürgern und sozial benachteiligten Menschen ab April kleinere Reparaturen kostenlos ausgeführt werden. Dazu zählt das Austauschen von Glühbirnen ebenso wie das Einstellen der Fernsehkanäle oder das Umstellen von Mobiliar. Das Helferteam weist ausdrücklich darauf hin, dass der Service keine Konkurrenz zu professionellen Anbietern sein soll. Ende März soll ein Fahrdienst eingerichtet werden, beispielsweise zu Ärzten oder Ämtern. Auch ein Einkaufsservice (zweimal wöchentlich) und kulturelle Unternehmungen wie Besuche von Ausstellungen und Theateraufführungen gehören zum Ehrenamts-Service. Nicht immer muss ein "handfestes" Anliegen vorliegen. "Oft sind die Leute froh, wenn sie nur jemanden haben, der mit ihnen bei einer Tasse ein wenig plaudert", weiß Käthe Piro. Weil das jetzige Team dies nicht alles alleine stemmen kann, werden weitere Betreuer und Begleitpersonen gesucht, möglichst mit Fahrzeug. Ansprechpartner der Aktion "Bürger für Bürger" sind: Käthe Piro, Telefon 9182021, und Brigitta Heinz, Telefon 9182022.