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Trier
Abriss der Sporthalle am Mäusheckerweg: Die Charly-Show bleibt unvergessen

Der Held nach dem Abpfiff: Carl Brown liegt weinend in den Armen des damaligen Betreuers Lothar Hermeling.
Der Held nach dem Abpfiff: Carl Brown liegt weinend in den Armen des damaligen Betreuers Lothar Hermeling. FOTO: Tittel Harald
Trier. Für Basketball-Fans wird die Mäusheckerhalle, die zurzeit abgerissen wird, immer mit einem besonderen Spiel verbunden bleiben. Von Rebecca Schaal
Rebecca Schaal

Es gibt sicher viele emotionale Momente, die Menschen mit der Halle am Mäusheckerweg verbinden. Und es gab viele packende Duelle, die sich die Trierer Profi-Basketballer mit Alba Berlin geliefert haben. Beides kombiniert ergibt – vermutlich – das denkwürdigste Spiel, das „die Mäushecker“ erlebt hat.

Fast 20 Jahre ist es her, als Alba Berlin am 15. November 1998 in der Basketball-Bundesliga gegen den TV Germania Trier antritt. Für Trier stehen die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister schlecht: Bernard Thompson, der Kopf der Mannschaft, fällt verletzungsbedingt aus. Es kommt, wie es kommen muss: 14 Minuten sind noch zu spielen, Trier liegt mit 25 Punkten hinten. Und dann kommt es, wie es kommen soll. Weil Carl „Charly“ Brown es so will. Weil er an diesem Tag, in dieser Halle, gegen diesen Gegner nicht verlieren will, macht der Publikumsliebling einen Dreier nach dem anderen rein, sechs insgesamt. Ohne Fehlwurf. Keith Gray, James Marsh und Marc Suhr geben Alba den Rest: 80:78 gewinnt Trier am Ende das schon verloren geglaubte Spiel.

Die Zuschauer liegen sich in den Armen, Brown weint vor Freude und Erleichterung. Der TV widmet diesem unfassbaren Spiel eine ganze Seite und titelt: „Charlys Shuffle – der Zauberer tanzt.“