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Stolz auf die Kernscheider Wahl-Zahlen

Der neue Kernscheider Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Horst Freischmidt (links), Stellvertreter Wolfgang Breiling (rechts) und Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani (vorne, Zweite von rechts). TV-Foto: Ludwig Hoff
Der neue Kernscheider Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Horst Freischmidt (links), Stellvertreter Wolfgang Breiling (rechts) und Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani (vorne, Zweite von rechts). TV-Foto: Ludwig Hoff
Trier-Kernscheid. Alt wie neu: Ortsvorsteher Horst Freischmidt (CDU) ist zum dritten Mal als Ortsvorsteher von Trier-Kernscheid ernannt worden. Was ihn besonders freut, ist die hohe Wahlbeteiligung in dem knapp 1000 Einwohner zählenden Höhenstadtteil bei der Kommunalwahl am 25. Mai. Ludwig Hoff

Trier-Kernscheid. Weil der Nachbarstadtteil Filsch durch die Neubaugebiete beständig wächst, wird Kernscheid schon bald mit rund 980 Einwohnern der kleinste Trierer Ortsbezirk sein.
Seit der Kommunalwahl am 25. Mai kann er mit einer weiteren Besonderheit aufwarten: Mit Ortsteilchef Horst Freischmidt, Michael Witzel und Birgit Falk (alle CDU) kommen gleich drei neue Stadtratsmitglieder aus dem Höhenstadtteil. Alle drei gehören auch dem neuen Ortsbeirat an.
Bald kleinster Stadtteil Triers


Man sei zwar der kleinste Stadtteil, habe dafür allerdings ein nicht zu verkennendes politisches Gewicht, sagte denn auch Horst Freischmidt bei der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsbeirats in der Mehrzweckhalle der SSG Kernscheid. Triers Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani verpflichtete Freischmidt auf seine dritte Amtsperiode als Ortsteilchef.
Einstimmig bestimmte der Rat Wolfgang Breiling zum stellvertretenden Stadtteil-Chef. Der FWGler war als einziger Kandidat für dieses Amt angetreten.
Nicht mehr dabei im neuen Rat ist die SPD, die durch einen innerparteilichen Lapsus in Kernscheid keine Kandidaten hatte in die Kommunalwahl schicken können. So musste Horst Freischmidt - wohl oder übel - seinen bisherigen Stellvertreter von der SPD, Alfred Fischer, mit dem Dank für seine geleisteten Dienste verabschieden. Die Zugehörigkeit zu einer Partei habe nie die entscheidende Rolle gespielt in der bisherigen kommunalpolitischen Arbeit, sondern einzig und allein das Wohl der eigenen Bevölkerung, unterstrich Freischmidt dabei. Er bedauere, dass ein innerparteilicher Fehler bei der SPD im Vorfeld der Wahl dazu geführt habe, dass keine Kandidaten mehr aufgeboten werden konnten.
Ebenfalls verabschiedet wurde Christa Bambach, die für die CDU dem Ortsbeirat seit 1994 angehört hatte und nicht mehr zur Wahl angetreten war. Neu im Kommunalparlament ist hingegen Alexandra Scholten (CDU), die zukünftig neben ihrem Vater Gerd Scholten die kommunalpolitische Szene ihres Heimatstadtteils mitgestalten möchte.
Von den insgesamt acht Mandaten im neuen Rat werden drei von Frauen besetzt. Dazu Horst Freischmidt: "Die Frauenquote ist für uns kein Problem. Wir brauchen auch kein Bundesverfassungsgericht um die einzuhalten." Der Frauenanteil sei von bisher 33,5 Prozent auf 37 Prozent gestiegen. Mit Zahlen hatte Freischmidt es ein ums andere Mal in der Sitzung: Die Wahlbeteiligung habe in Kernscheid bei der Kommunalwahl bei satten 62 Prozent gelegen, bei der der Europawahl sogar bei 79,7 Prozent - und damit gleichhoch wie bei der Wahl vor fünf Jahren.
Neben den vielen Regularien ging es bei der ersten Sitzung des Rats auch um ein Sachthema: Ohne sich konkret auf eine ganz bestimmte Maßnahme festzulegen, wurde einstimmig beschlossen, den Haushaltsbetrag aus 2014 von 3098 Euro umzuwandeln in eine Investition in die Verschönerung der Ortsgestaltung.