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Suche nach Gleitschirmflieger abgebrochen

FOTO: Agentur Siko
Trier. Auf einer bewaldeten Anhöhe ist ein Gleitschirmflieger abgestürzt - Gleich mehrere voneinander unabhängige Zeugen haben diesen Vorfall am gestrigen Donnerstag, 28. April, zwischen 20.30 und 21.20 Uhr bei der Polizei gemeldet. Bis jetzt gibt es jedoch keine Spur von dem Flieger. Die Polizei geht davon aus, dass der Flieger gelandet und nicht abgestürzt ist.

Diese Suche wurde auch im Laufe des heutigen Freitags fortgesetzt. Die mutmaßliche "Absturzstelle" konnte von Zeugen relativ genau lokalisiert werden. Der Bereich wurde am Mittag von der Besatzung eines Polizeihubschraubers aus der Luft abgesucht. Gleichzeitig haben Kräfte der Feuerwehr das betreffende Waldstück noch einmal abgesucht - allerdings ohne Ergebnis.

Da die Zeugenaussagen sehr genau und auch eindeutig sind, geht die gemeinsame Einsatzleitung von Polizei und Feuerwehr inzwischen davon aus, dass sich der Gleitschirmpilot - hoffentlich unverletzt - nach der Landung aus dem Waldstück entfernt hat.

Der Flieger soll über einer bewaldeteten Anhöhe, genannt "Kanzel", entlang der B 52 Richtung Ortmitte Ehrang/Kyll, abgestürzt sein. Danach hatten die Zeugen von ihren Anwesen aus beobachtet, wie ein weiß-blauer Gleitschirm über den Baumwipfeln sank und in diese abstürzte. Zu beobachten sei auch gewesen, dass der Gleitschirmflieger zunächst noch in der Baumkrone hing und dann nach unten verschwand.

Die sofort eingeleitete Suche auch mittels Polizeihubschrauber verlief zunächst ergebnislos, so dass weitere Kräfte der Feuerwehr Trier und Ehrang, Polizei Schweich und Trier (Diensthundeführer) und DRK Ehrang bis gegen 3 Uhr den Wald absuchten. Dabei wurde das mögliche Absturzgebiet in vier Sektoren aufgeteilt.

Trotz intensiver Suche konnte der Gleitschrimflieger bislang nicht gefunden werden.

Der Gleitschirmsegelclub Moselfalken, der bis Sonntag bei Zeltingen-Rachtig eine internationale Gleitsegel-Meisterschaft ausrichtet, hat auf TV-Anfrage mitgeteilt, dass keiner 90 gestarteten Piloten vermisst wird. Alle gestarteten Teilnehmer seien wohlbehalten wieder am Startplatz Kloster Machern bei Wehlen angekommen. Der Wettbewerb MoselOpen werde fortgesetzt.

Zeugen, die Hinweise zur Aufklärung des Sachverhalts geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Schweich, Telefon 06502/9157-0, in Verbindung zu setzen.