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Für Kinder
Trier spielt, und Tausende machen mit (Fotostrecke)

Konzentriert gehen die jungen Rennfahrer den Parcours auf dem Domfreihof an. Denn eins ist klar: Wer versehentlich in der Streckenbegrenzung landet, hat schlechte Karten auf den Sieg.
Konzentriert gehen die jungen Rennfahrer den Parcours auf dem Domfreihof an. Denn eins ist klar: Wer versehentlich in der Streckenbegrenzung landet, hat schlechte Karten auf den Sieg. FOTO: TV / Katja Bernardy
Trier. Wie Plätze und Straßen der Innenstadt für einen Tag zu einem der wohl größten Spielplätze Deutschlands werden.

Klettern, buddeln, malen, Kettcar fahren: Am Samstag war in Trier fast alles möglich. An rund 100 Spielstationen unter blauem Septemberhimmel,  von der Porta bis zur Neustraße, vergnügten sich Tausende Besucher – vor allem die kleinen. Die City Initiative Trier (CIT) hatte zum 21. Mal zu „Trier spielt“ eingeladen.

Wie wählt man unter so vielen verlockenden Möglichkeiten aus? Melanie Kerntke aus Herforst etwa lässt sich mit ihrem Zweijährigen treiben. „Wir gehen herum und bleiben spontan stehen“, sagt die junge Mutter. Den Kleinen zieht es zum Kettler Kettcup auf dem Domfreihof. So wie viele Kinder, die das Formel-Eins-Feeling auf dem fast 200 Meter langen Rennparcours im Kettcar oder auf Rädchen erleben wollen. Moderator, Kettler-Mitarbeiter Johann Tepe, ist mit seinem Team zum siebten Mal dabei. „Top-Location“,  schwärmt er, bevor die nächste Runde startet und die begeisterten Nachwuchs-Rennfahrer losflitzen.

Wer etwas weniger Nervenkitzel will, angelt Entchen, stillt seine Neugierde in der Erlebnisschule  Wald und Wild des Forstamtes Trier, vergnügt sich auf der Hüpfburg des Trierischen Volksfreunds oder buddelt  im Riesen-Sandkasten auf dem Viehmarkt. Unzählige Löcher werden dort an diesem Tag gegraben und Sandkuchen gebacken.

Trier spielt FOTO:

Jessica Wolf, Lehrerin an der der Freien Waldorfschule Trier, betreut die Station Aquarellmalen vor dem Modehaus Marx und ist überzeugt: „Trier spielt ist eine gute Gelegenheit, die Schule zu präsentieren.“

An der Station des Technischen Hilfswerks Ortsverein Trier in der Simeonstraße stapelt Nils Kisten, die er dann Stück für Sück hochklettert. Wie viele Eltern an diesem Tag hält sein Papa das Ereignis per Video fest. Und die mitfiebernde Zuschauerschar belohnt den Löwenmut des Sechsjährigen mit Applaus.

Ein paar Meter weiter versucht Jonas, sechs Jahre alt, hochkonzentriert mit Schere und Spreizer (ein Rettungsgerät, das etwa eingesetzt wird, um eingeklemmte Menschen zu befreien), Wasserbecher von einer Pylone zur nächsten zu befördern.

Dort, wo Trier spielt um 11 Uhr offiziell eröffnet worden war, auf der RTL-Radio-Bühne auf dem Hauptmarkt,  tanzen unter anderem Garden, Hip-Hopper und Ballettgruppen,  Musiker rocken und zeigen, was sie in Musikschulen gelernt hatten.  

Etliche Familien zieht es zu einer kurzen Verschnaufpause in Eisdielen und Cafés; die Servicekräfte haben dort alle Hände voll zu tun. Gegen 18 Uhr, die Sonne gibt immer noch alles, resümiert CIT-Vorsitzender Benno Skubsch: „Rundherum ein voller Erfolg.“ Das dürfte auch das Fazit vieler Familien sein.

Allerorts blitzen in der Innenstadt gelbe Luftballons mit der lachenden Sonne, dem Symbol von Trier spielt auf – Taschen mit der Aufschrift „Heimat Shoppen“ (siehe Info) muss man allerdings suchen.

Es muss nicht immer die große Action sein: Diese beiden Künstlerinnen malen farbenfrohe Gemälde.
Es muss nicht immer die große Action sein: Diese beiden Künstlerinnen malen farbenfrohe Gemälde. FOTO: TV / Katja Bernardy
Tina Schmitt von der City-Initiative zeigt die Tüte für Heimat Shopper.
Tina Schmitt von der City-Initiative zeigt die Tüte für Heimat Shopper. FOTO: TV / Katja Bernardy