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Nachruf
Trauer um Gründer des Trierer Weihnachtsmarkts

Der damalige Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer (links) überreichte 2006 der Schaustellerfamilie Inge und Oscar Bruch den Ehrenbrief der Stadt Trier.
Der damalige Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer (links) überreichte 2006 der Schaustellerfamilie Inge und Oscar Bruch den Ehrenbrief der Stadt Trier. FOTO: privat
Trier/Düsseldorf. Oscar Bruch senior, Gründer des Trierer Weihnachtsmarktes und Vorreiter der Schausteller-Szene, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Familie Bruch trauert in Düsseldorf um ihr Oberhaupt.

Von Weggefährten der Branche wird Oscar Bruch senior oft als „Schausteller-Legende“ beschrieben. Mit Leib und Seele prägte der Düsseldorfer vor allem mit großen transportablen Achterbahnen das Schausteller-Geschäft auf Festplätzen in Deutschland und Europa.

In Trier gründete Oscar Bruch senior gemeinsam mit seiner Ehefrau Inge Bruch und der Stadt den Trierer Weihnachtsmarkt, dessen erste Auflage 1980 auf dem Hauptmarkt eröffnet wurde. Für ihr Engagement um den Weihnachtsmarkt sowie für die Gestaltung der Messen und Volksfeste erhielt das Ehepaar 2006 den Ehrenbrief der Stadt Trier.
Viele der von Oscar Bruch senior entwickelten und betriebenen Fahrgeschäfte haben zum Erfolg der größten Kirmes am Rhein oder auf dem Europa-Volksfest in Trier beigetragen. Oscar Bruch senior gehörte - zusammen mit seinen Brüdern Willi (verstorben 2016), Franz und Harry - zur fünften Generation einer traditionsreichen Schaustellerdynastie, deren Wurzeln bis in das Jahr 1848 zurückreichen. Um Oscar Bruch senior trauern seine Ehefrau Inge, ihre Kinder Angela und Oscar junior, fünf Enkel sowie zahlreiche Branchenkollegen und Freunde.
Angela Bruch, Tochter von Oscar und Inge Bruch, führt die Tradition des Trierer Weihnachtsmarkts fort - in diesem Jahr gab es die 38. Auflage.

Oscar Bruch senior starb nach langer Krankheit in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag.

(red)