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Restauriertes Schusterskreuz: Eifelverein sagt Danke mit Kulturpreis











Nach der Preisvergabe beim Eifelverein posieren (von links) Schriftführerin Erika Dülmer, Helmut Kreuzkamp, Vorsitzende Anita Kruppert mit der Urkunde und Wanderwart Reinhold Müller.
Nach der Preisvergabe beim Eifelverein posieren (von links) Schriftführerin Erika Dülmer, Helmut Kreuzkamp, Vorsitzende Anita Kruppert mit der Urkunde und Wanderwart Reinhold Müller. FOTO: Eifelverein
Trier/Troisdorf. Auf der Frühjahrstagung des Eifelvereins in Troisdorf wurde das jüngste Engagement der Ortsgruppe Trier im Eifelverein belohnt.

Auf der Frühjahrstagung des Eifelvereins in Troisdorf wurde das jüngste Engagement der Ortsgruppe Trier im Eifelverein belohnt: die Restaurierung des Schusterskreuzes, eines Steinmonuments im Stadtwald auf dem Gelände der Vereinten Hospitien.

Das Kreuz wurde vor rund 260 Jahren zum Gedenken an Heinrich Umbscheiden errichtet, den an dieser Stelle am 1. April 1745 bei einer Rast ein Schlaganfall getroffen hatte. Weil der Kellner des Stiftes St. Paulin gleichzeitig Amtsmeister der Schumacherzunft und Schöffe beim Gericht des Klosters St. Irminen war, erhielten die Wegekreuzung und das Denkmal den Namen Schusterskreuz.

1973 wurde das Denkmal das erste Mal von der Ortsgruppe restauriert, doch der weiche Sandstein litt unter den Witterungseinflüssen, so dass von der erläuternden Inschrift fast nichts mehr zu lesen war. Im Frühjahr 2003 wurde das Denkmal mit der thronenden Pieta gereinigt und erhielt einen farbigen Anstrich, die Schriftzüge wurden nachgemalt.

Durch das Engagement der Vorsitzenden Anita Kruppert, unterstützt von Försterin Kerstin Schmitt, wurde das Denkmal im Frühjahr 2017 im Auftrag der Ortsgruppe erneut gereinigt und angestrichen, die 2003 gegen den Hangrutsch errichtete Palisadenwand wurde im Juli durch mauerartig gesetzte Findlinge aus Taben-Rodt ersetzt, die Gesamtkosten beliefen sich über 3000 Euro.

Mit dem ersten Preis von dreien aus der Wolf-von-Reis-Kulturstiftung konnte Anita Kruppert aus der Hand der Vorsitzenden Mathilde Weinandy die Urkunde und einen Scheck von tausend Euro entgegen nehmen, nachdem Kulturwart Wolfgang Schmid in einer kurzen Ansprache die Preisverleihung begründet hatte.