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Das nächste Denkmal für Trier ist da!

Piotr Dzikowski (links) und Felix Friedrich bauen die von Indien gestiftete neue Ghandi-Büste vor dem AVG-Altbau auf und verkleiden sie bis zur offiziellen Einweihung im Dezember mit Holz.
Piotr Dzikowski (links) und Felix Friedrich bauen die von Indien gestiftete neue Ghandi-Büste vor dem AVG-Altbau auf und verkleiden sie bis zur offiziellen Einweihung im Dezember mit Holz. FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Eine Büste von Mahatma Gandhi ist in der Flanderstraße aufgestellt worden. Der TV zeigt das Geschenk aus Indien, bevor es für die offizielle Einweihung verhüllt wurde. Von Christiane Wolff
Christiane Wolff

Knapp 1,30 Meter breit, einen guten Meter hoch und 66 Zentimeter tief ist das Ehrenmal von Mahatma Gandhi, das am Dienstag in der Flanderstraße in Nähe des Auguste-Viktoria-Gymnasiums aufgestellt wurde. Die Büste des indischen Pazifisten ist ein Geschenk aus Indien.

Ähnlich wie bei der Karl-Marx-Statue auf dem Simeonstiftplatz war die Stadt auch bei Gandhi davon ausgegangen, dass die Gabe kleiner ausfallen würde. „Gerechnet hatten wir mit einem Kopf mit Schultern in Lebensgröße“, hatte Rathaussprecher Michael Schmitz im September auf TV-Nachfrage eingeräumt. Geplant war eine zierlichen Stele, die den kleinen Kopf tragen sollte. Nun wiegt der Koloss 300 Kilogramm. Statt der Stele wurde daher auf dem Schulhof ein massiver Sockel gemauert, um der Büste eine stabile Basis zu geben. Dazu kommen vier Sitzbänke und eine Gedenktafel. Die Kosten dafür – rund 16 000 Euro – trägt die Stadt.

Enthüllt und eingeweiht werden soll die Bronzebüste, die in der indischen Kunstwerkstatt Ram Sutar Fine Arts extra für Trier geschaffen wurde, Mitte Dezember. Der genaue Termin müsse noch abgesprochen werden mit der indischen Botschafterin, die dazu mit einer hochrangigen Delegation aus Indien anreisen wird, teilt das städtische Presseamt mit.

In der Nähe des AVG wurde das Denkmal aufgestellt, weil die Schule seit Jahrzehten Benefizprojekte für Indien veranstaltet und auch enge Beziehungen in das Land pflegt.