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Theater
Die Schöne und das Biest in Trier-Süd

Das zauberhafte Weihnachts-Märchen „Die Schöne und das Biest“ zauberte die Theaterabteilung der Karnevals- und Theatergesellschaft Trier-Süd 1923 auf die Bühne der Halle Am Bach.
Das zauberhafte Weihnachts-Märchen „Die Schöne und das Biest“ zauberte die Theaterabteilung der Karnevals- und Theatergesellschaft Trier-Süd 1923 auf die Bühne der Halle Am Bach. FOTO: LH
Trier-Süd. Karnevals- und Theatergesellschaft Trier-Süd 1923 präsentiert das Märchen in kindgerechter Weihnachtsfassung. Es folgen weitere Vorstellungen an den beiden Sonntagen 9. und 16. Dezember.

Endlich hatten die monatelangen Vorbereitungen und Proben ein Ende: Für Publikum und Darsteller hieß es in der Festhalle Am Bach: Vorhang auf für das Weihnachtsmärchen „Die Schöne und das Biest“; präsentiert von der Theaterabteilung der Karnevals- und Theatergesellschaft (TG) 1923 Trier-Süd.

Damit folgte der Verein seiner Tradition, in jedem Jahr ein Theaterstück aufzuführen, was so gut wie immer gelang. Sowohl Klein wie auch Groß hatten ihren Spaß bei der zweistündigen Vorstellung in vorweihnachtlicher Atmosphäre. Noch nicht dagewesen: Die klassische Urfassung ist kindgerecht und weihnachtlich umgeschrieben worden und wurde spielerisch in den eigenen Stadtteil verlegt. Melanie Erasme, die zusammen mit Eric Simos Regie führte, hatte diese Mammutaufgabe auf sich genommen.

Der Erfolg gab ihr Recht. Kleine wie auch große Zuschauer im vollbesetzten Saal spendeten immer wieder Szenenapplaus. Die Kleinen schauten ganz gespannt zu, fieberten mit und waren offensichtlich auch stets auf der Höhe des Spielgeschehens. Wie bemerkte ein Dreikäsehoch ganz unbekümmert und spontan: „Die heiraten bestimmt.“ Richtig: Geliebt haben sich die schöne Belle (gespielt von Monika Urbanek) und das von Vanessa Wagner gemimte Biest bereits, als dieses noch ein fürchterliches Ungetüm mit zwei Hörnern war und sich noch nicht in den schönen und edlen Prinzen verwandelt hatte.

Ein ums andere Mal wurden die kleinen Gäste in das Geschehen auf der Bühne einbezogen, etwa mit der Frage der Erzählerin, was sie denn meinen, wie es weiter geht in der Geschichte. Auf die Seite der „Schönen“ geschlagen hatten sich die jungen Zuseher allemal: Sie hatten gleich raus, dass Belle nicht nur schön und klug ist, sondern auch ein gutes Herz hat – und das nicht nur für ihren alten, gebrechlichen Vater, gespielt von Hans Mayer, seines Zeichens Präsident der Rheinischen Karnevalskorporationen (RKK): „Es hat viel Spaß gemacht.“

Genau wie den beiden jüngsten auf der Bühne: Lisa Homann (8) und Mia Müller (7). Als Tänzerinnen in der Kindergarde (seit drei Jahren) haben die beiden Freundinnen zwar schon Bühnenerfahrung sammeln können, aber bei einem Theaterstück mitgewirkt haben sie noch nie. Vorher aufgeregt – aber nicht mehr, als der Vorhang aufging, verraten die beiden keck.

Am Ende wird alles gut: Die beiden Liebenden feiern mit allen ein Fest, wie es in Trier-Süd noch nie eins gegeben hatte. Genau so wollte es die auf den Stadtteil gemünzte Spielhandlung in der auch der stadtbekannte Name Paul Trappen (Ringer, Gewichtheber, Kraftprotz) fiel. „Schönling“ Rex von Gildo (Eric Simos), der um die Schöne buhlte, soll eine noch bessere Figur als jener Paul Trappen haben, hatte die Drehbuchautorin den Akteuren in den Mund gelegt. Das erwachsene Publikum schmunzelte.

In den weiteren Rollen spielten: Michelle Reitz, Johanna Udall, Dietmar Miltenberger, Melanie Erasme, Corinna Forster, Uli Glischke, Lucas Köny, Udo Urbanek, Regina Glischke, Tom Staudt, Anika Glischke, Ilina Reitz sowie Petra Mayer. Moderation: Christian Klein. Auch diesmal mit von der Partie: der lebende Tannenbaum und der Nikolaus, der die Kinder mit Süßigkeiten beschenkte.