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Trier
Trier mit anderen Augen sehen

Trier. Schüler der neunten Klasse vertiefen ihr Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus.

(red) Nach dieser Unterrichtseinheit werden die Schüler der Klasse 9 der Meulenwald- Schule vermutlich nicht mehr nur das beste Burgerrestaurant, den tollsten Klamottenladen oder den leckersten Eisstand sehen, wenn sie durch die Stadt Trier bummeln. Dank der Unterstützung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ konnte die Klasse ihr Wissen um die Zeit des Nationalsozialismus durch einen ganz besonderen Unterricht enorm vertiefen und erweitern.

Toni Schneider von der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier verstand es ausgezeichnet, die Schüler durch Dokumente und Geschichten aus der Stadt Trier in der Zeit von 1933-1949 zu informieren und regionale und aktuelle Bezüge herzustellen.

Das gute Grundwissen der Schüler wurde durch viele Bilder und Geschichten auf diese Weise sehr lebendig. Solche und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt: Wie war die Simeonstraße zum ersten Kreisparteitag der NSDAP geschmückt? Wann trafen sich die ersten Gestapomitglieder, und wo taten sie es? Was hat es mit dem Bischof-Korum-Haus auf sich? Wie fühlten sich die Kundinnen des Kaufhauses Haas, als sie von einem SA-Mann fotografiert wurden?

Nach dieser Vorbereitung machte sich die Klasse auf den Weg und besuchte einige ausgewählte Stationen, insbesondere auch Häuser, vor denen Stolpersteine in Messing im Boden eingelegt sind. Diese sollen an die Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus hier gelebt haben.

Das Schicksal der Menschen, die verschleppt oder ermordet wurden, weil sie einer anderen Rasse oder Religion, angehörten, berührte die Schüler sehr und gab Anlass zu vielen Fragen – auch in Bezug auf aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen.