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Trier zum Fühlen, Sehen und Begreifen: Bronze-Stadtmodell auf dem Kornmarkt

Bildhauer und Objektdesigner Egbert Broerken mit seinem Altstadt-Modell.
Bildhauer und Objektdesigner Egbert Broerken mit seinem Altstadt-Modell. FOTO: Roland Morgen
Trier. Die Kulturstiftung und der Lions-Club Trier haben auf dem Kornmarkt ein bronzenes Trier-Modell an die Stadt übergeben. Es soll vor allem Blinden und Sehbehinderten ermöglichen, die Altstadt zu fühlen, sehen und begreifen.

(rm.) Auf Fingerkuppen durch die historischen Straßen der Trierer Altstadt spazieren, die Anordnung der Plätze und Gassen ertasten, die Größenunterschiede zwischen der Konstantin-Basilika und anderen Kirche erkennen: Dieses erlebnisreiche Angebot erwartet Trierer und Touristen jetzt auf dem Kornmarkt.

Ein maßstabsgetreues Bronze-Relief der Altstadt haben die Kulturstiftung und der Lions-Club Trier am Donnerstag symbolisch an Oberbürgermeister Klaus Jensen übergeben.

Der "Relief-Stadtplan", neben der Zeder auf einem massiven Granitsockel aufgestellt, soll blinden - und natürlich auch sehenden - Trierern und Besuchern der Stadt einen greifbaren Eindruck von Straßen und Gebäuden vermitteln. Ergänzt durch Informationen in Blindenschrift können Sehbehinderte erstmals Kirchen, Bürgerhäuser, Straßen, Plätze und weitere bedeutende Monumente der verschiedenen Jahrhunderte ertasten und begreifen.

Das von Bildhauer Egbert Broerken entworfene Stadtmodell wurde in der Kunstgießerei Plein (Speicher) in Bronze gegossen. Die Kulturstiftung Trier und der Lions Club Trier übernahmen die Gesamtkosten der Produktion (30.000 Euro) je zur Hälfte und stellten in Aussicht, weitere Modelle zu finanzieren.