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Musik
Trierer Band SteilFlug gleich zweimal für Deutschen Rock & Pop Preis nominiert

Chris Steil (links) und Joma Gitsels von der Trierer Band SteilFlug.
Chris Steil (links) und Joma Gitsels von der Trierer Band SteilFlug. FOTO: SteilFlug
Trier. Mit zwei Songs tritt die Trierer Band SteilFlug am Samstag in Siegen an. Dabei wird sie vor Ort von ihren Fans unterstützt. Von Rebecca Schaal
Rebecca Schaal

Schubladen genießen jenseits der Möbelindustrie keinen besonders guten Ruf. Vor allem nicht bei Musikern, die oft betonen, dass sie eben nicht in eine einzelne Schublade passen, sondern vielseitiger sind. Mehr als ein Adjektiv.

Und trotzdem: Beim Deutschen Rock & Pop Preis gibt’s jede Menge Schubladen, viel mehr sogar, als es der Name vermuten lässt: von der Sparte Kinderlieder bis zur Weltmusik, vom Fusion-Jazz bis zum Schlager. Das ist in diesem Fall auch sinnvoll: So kann die Jury die Bewerber besser miteinander vergleichen – und zwar in der ganzen musikalischen Bandbreite. „Einziges Kriterium ist dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen und künstlerischen Ausrichtung steht diese Kultur­ver­an­stal­tung damit im bewussten Gegensatz zu bisherigen Veranstaltungszeremonien von Industrie­preisen und Fernseh-Anstalten“, betonen die Veranstalter, der Deutsche Rock & Pop Musikerverband und die Deutsche Popstiftung.

Gleich in zwei Hauptkategorien der mehr als 100 Preiskategorien nominiert sind die Trierer Rockmusiker von SteilFlug: der Song „Kein Morgen“ in der Rubrik „Hardrock“ und „Unterdrücker“ in der Sparte „Rock“. In der Region hat sich die Band einen Namen gemacht, indem sie klassischen Rock mit deutschen Texten versieht. Ausgezeichnet werden am Samstag laut Veranstalter „herausragende und talentierte junge Nachwuchs-Künstlerinnen und -Künstler“. „Natürlich sind wir mächtig stolz darauf, dass wir es ins Finale geschafft haben – das ist ja schließlich ein Nachwuchspreis. Und noch zählen wir ja zu den jüngeren Musikern“, sagt Chris Steil (47), Namensgeber, Kopf und markante Stimme der Band, möglicherweise mit einem ganz kleinen Augenzwinkern. Nachwuchs passt in jedem Fall insoweit, als dass der große Durchbruch noch vor ihnen liegt – Bands wie Pur oder Juli gelang er nach dem Gewinn des Deutschen Rock & Pop Preises.

Als wäre der Auftritt in Siegen vor einem großen Publikum nicht aufregend genug, mussten Steil (Gesang, Gitarre), Joma Gitsels (Bass) und Michael Schömer (Schlagzeug) kürzlich den Ausstieg des langjährigen Leadgitarristen Stephan Görgen verkraften. Zur Preisverleihung am Samstag wird SteilFlug trotzdem komplett antreten: Unterstützt wird die 2011 gegründete Band von Heiko Wilhelmus, der in der regionalen Musikszene durch die 32/20 Blues Band oder Jimmy Beat bekannt geworden ist.

Lautstarke Unterstützung gibt’s aber auch von Freunden und Fans, die am Samstag, 8. Dezember, um 10 Uhr im Bus mit nach Siegen fahren, um in der Halle ordentlich Krach für SteilFlug zu machen. Noch gibt es einige freie Plätze. Wer mitfahren und die Preisverleihung live vor Ort verfolgen will, kann sich per E-Mail an chris@steilflug.info wenden.

Ein professionell produziertes Musikvideo zum nominierten Song „Kein Morgen“ gibt es hier.
Er ist wie das Lied „Unterdrücker“ auf der 2016 veröffentlichten CD „Startbahn Trier-West“ erschienen.