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Trierer Grillplätze: Anfang März sollen Standorte feststehen

Grillen in Trier (Symbolbild)
Grillen in Trier (Symbolbild) FOTO: Hannah Schmitt
Trier. Grillen im Freien, ausgeweitete Öffnungszeiten fürs Südbad und die angedachte Zusammenlegung des Sportamts mit dem Schulverwaltungsamt: Zu diesen drei Themen hat die FDP-Fraktion bei der Ratssitzung am Dienstagabend beim Stadtvorstand nachgehakt. Christiane Wolff

Im Palastgarten und am Moselufer waberte im Sommer regelmäßig der Duft von Gegrilltem durch die Luft. Doch weil die - meist jugendlichen - Freiluftfreunde anschließend häufiger Einweggrills, Servietten und leere Flaschen einfach im Grünen liegen ließen, beschloss der Stadtrat im Dezember, dass Fleisch, Käse und Gemüse nur noch an speziell dafür ausgewiesenen Flächen aufs Rost gelegt werden dürfen (der TV berichtete). Faktisch bedeutete das allerdings ein generelles Grillverbot: Denn öffentliche Grillplätze gibt es bislang im gesamten Stadtgebiet nicht. In der gestrigen Ratssitzung wollte die FDP-Fraktion nun wissen, wie weit die Stadt bei der Ausweisung der angekündigten Grillplätze ist. Die zuständige Dezernentin Simone Kaes-Torchiani erklärte, dass sie dem Bauausschuss in dessen Sitzung am 9. Februar ein Diskussionspapier mit Standorten, Kosten und Folgekosten - etwa für die Reinigung der Plätze - vorlegen werde. In seiner Sitzung am 1. März könne der Ausschuss dann einen Baubeschluss fassen.

Wie viele Grillplätze es geben wird und was diese kosten sollen, steht bislang nicht nur nicht fest, im Haushalt 2012 ist auch kein Geld dafür eingeplant. "Es müssten also zusätzliche Mittel vom Stadtrat bereitgestellt werden", erklärte Kaes-Torchiani. Konkreter sind die Pläne, wie die Grillstellen aussehen sollen: Je vier Quadratmeter große Flächen werden gepflastert, um einen feuerfesten Untergrund zu schaffen. Um das Müllproblem in den Griff zu bekommen, werden neben den Grillstellen große Abfalleimer aufgestellt.

Kein Stellenabbau im Sportamt

Auch nach der Zukunft des städtischen Sportamts fragte die FDP. Oberbürgermeister Klaus Jensen hatte angekündigt, das Amt möglicherweise in das Schulamt zu integrieren. Zum einen, um bürokratische Strukturen zu verschlanken, zum anderen, um die Abläufe zum Beispiel bei der Vergabe von Schulturnhallen an Vereine zu verbessern (der TV berichtete). Zurzeit befinde man sich allerdings noch in der Prüfphase, wie die beiden Ämter zusammengelegt werden könnten, erklärte Sportdezernentin Angelika Birk. Ein Abbau der "ohnehin eng bemessenen Personalausstattung" des Sportamts sei dabei allerdings nicht vorgesehen und auch gar nicht möglich.

Die dritte Anfrage der FDP richtete sich ebenfalls an die Sportdezernentin. Wann das Südbad in diesem Jahr geöffnet werde, wollte Felix Brand wissen. Birk verwies auf die seit Jahren übliche Praxis, den Saisonbeginn im Südbad flexibel an die Wetterlage anzupassen - zumal das beheizte Nordbad bereits ab Ende April den Schwimmern zur Verfügung stehe. Das Südbad bereits im Frühjahr zu öffnen, sei zudem "ohne erheblichen Kostenaufwand und Rücksprache mit dem Betreiber nicht möglich und aus Sicht der Verwaltung auch nicht nötig", schmetterte Birk die Anfrage der FDP ab.