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Sport
Trierer Wolfsberghalle: Ausschuss hat Beratungsbedarf

Die Trierer Wolfsberghalle – hier ein älteres Foto – sah schon vor zehn Jahren mitgenommen aus. Mittlerweile ist die Sporthalle so marode, dass jederzeit die Schließung wegen Baumängeln droht. Foto: Friedemann Vetter
Die Trierer Wolfsberghalle – hier ein älteres Foto – sah schon vor zehn Jahren mitgenommen aus. Mittlerweile ist die Sporthalle so marode, dass jederzeit die Schließung wegen Baumängeln droht. Foto: Friedemann Vetter FOTO: friedemann vetter (Ve._), Friede
Trier. Der Trierer Schulträgerausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung eine anstehende Entscheidung aufgeschoben. Nämlich, ob das Vorhaben aufgegeben werden soll, die Trierer Messeparkhalle in den Moselauen so aufzurüsten, dass dort Schul- und Vereinssport möglich ist, und stattdessen die marode Wolfsberghalle zumindest so notdürftig sanieren, dass sie noch bis 2022 nutzbar ist. Von Christiane Wolff
Christiane Wolff

Die Sache müsse erst noch ausführlich diskutiert werden, argumentierten die Vertreter der Stadtratsfraktionen. Zu viele Fragen seien noch offen.

Die Ausrüstung der Messeparkhalle mit Sportböden und zum Beispiel Umkleide- und Toilettencontainern – Voraussetzung für die Nutzung als Sporthalle – hätten rund 790 000 Euro gekostet. Das hatte ein rund 15 000 Euro teures Gutachten ergeben, das die Stadt vor rund einem Jahr in Auftrag gegeben hatte. Schul- und Sportdezernentin Elvira Garbes hatte daher vorgeschlagen, lieber 250 000 Euro in die notdürftige Instandsetzung der maroden Sporthalle am Wolfsberg zu investieren. So könnte die alte, zur Integrierten Gesamtschule gehörende Halle zumindest so lange für den Schul- und Vereinssport genutzt werden, bis der geplante Hallenneubau fertig ist, hatte Garbes argumentiert (der TV berichtete). „Wenn wir die alte Wolfsberghalle tatsächlich erhalten – an welcher Stelle soll dann der Neubau entstehen?“, wollte Marco Berweiler wissen, der die UBT im Schulträgerausschuss vertritt. Für Schul- und Sportdezernentin Elvira Garbes, die die Sitzung leitete, antwortete Helga Schneider-Gräfer, Leiterin des Amts für Schulen und Sport: „Der Standort für den Neubau der Wolfsberghalle steht noch nicht fest – grundsätzlich kommen aber zwei Plätze infrage, einer auf dem Außengelände und einer auf einem Teil des jetzigen Sportplatzes. Die genauen Gegebenheiten werden noch von der Gebäudewirtschaft geprüft.“

Carola Siemon (SPD) hakte in der Ausschusssitzung nach, ob es schon einen Zeitplan für die Sanierung der alten Wolfsberghalle gibt. Wieder antwortete Amtsleiterin Schneider-Gräfer: „Die Arbeiten müssen sukzessive erledigt werden – immer, wenn sich neue Löcher am Dach auftun, sollen laut Gebäudewirtschaftsamt diese abgedichtet werden.“ Größter Batzen der Sanierung sei allerdings der neue Sportboden, der auf den kaputten Boden aufgelegt werden soll. „Die Arbeiten sind ausgeschrieben – einen genauen Termin für die Ausführung können wir allerdings noch nicht benennen“, sagte Schneider-Gräfer.

In einer Sache konnte die Amtsleiterin allerdings Entwarnung geben: „Eine Luftmessung hat ergeben, dass es kein Problem mit Schimmelsporen in der Halle gibt.“

Dass selbst bei einer 250 000-Euro-Sanierung das Risiko nicht auszuschließen ist, dass die alte Wolfsberghalle bei weiteren, neuen Bauschäden geschlossen werden muss, beschäftigte Linken-Chefin Theresia Görgen. Amtsleiterin Schneider-Gräfer erklärte: „Ja, das Risiko besteht. Laut den Mitarbeitern der städtischen Gebäudewirtschaft bestehen allerdings gute Chancen, dass es nicht dazu kommt – sofern man sorgfältig an der Sache dranbleibt und immer alles schnell repariert.“ Die Fraktionen wollen nun die Sache noch mal unter sich diskutieren. Die abschließende Entscheidung könnte dann in der nächsten Stadtratssitzung am 26. September fallen.