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Bildung
Kinder entdecken Riesenwaschmaschine gegen Viren

Beim Rundgang durch die Zentrale Sterilgutversorgung im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen (von links): Zsofia Kräussl, Julia Kräussl, Markus Adam (Schichtleiter der Zentrale) und Konstantin Sprenger.
Beim Rundgang durch die Zentrale Sterilgutversorgung im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen (von links): Zsofia Kräussl, Julia Kräussl, Markus Adam (Schichtleiter der Zentrale) und Konstantin Sprenger. FOTO: Katrin Fuhs
Trier. Schüler machen ihr Zukunftsdiplom bei der Lokalen Agenda 21 und sehen sich im Mutterhaus genauer um.

(red) Die Neugier der siebenjährigen Julia ist kaum zu stoppen.  Im Rahmen des Trierer Zukunftsdiploms für Kinder der Lokalen Agenda 21 Trier hatten Kinder die Möglichkeit, die Abteilung Zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA) des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen kennenzulernen. Das Motto lautete „Riesenwaschmaschinen gegen Viren“.

Es ist das achte Jahr in Folge, an dem das Klinikum an dem Projekt, Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren für ihre Zukunft und die nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren, als Veranstalter mitwirkt. Mit einem freundlichen „Herzlich Willkommen!“ begrüßt Schichtleiter Markus Adam die Teilnehmer und eine interessierte Mutter.

Erster Punkt auf der Agenda: die richtige Kleidung. Mit Begeisterung ziehen die Kinder Kittel und Hauben an. Bevor es mit der Führung losgeht, schildert Adam kurz die Aufgaben der ZSVA und warum die Sterilisation der Medizinprodukte so wichtig ist. Dann marschieren alle los Richtung Chemieraum. Die Kinder erfahren, dass die Sterilisation durch Dampf geschieht und es viele verschiedene Reinigungs- und Desinfektionsmittel für unterschiedliche Zwecke gibt.

Dann geht es endlich zu den „Riesenwaschmaschinen“, den Dampf-Steri, auch genannt Autoklav. Durch Entziehung der Luft und Einfluss von Dampf soll in der Maschine ein Vakuum erzeugt werden. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis keine Luft mehr nachweisbar ist, erst dann beginnt der wirkliche Prozess der Sterilisation.

Durch den langsamen Einfluss von Luft kondensiert der Dampf und wird zu Wasser, damit beginnt die Sterilisation.

Zum Abschluss haben alle noch einmal die Möglichkeit alle unbeantworteten Fragen zu stellen und erhalten, bevor es nach Hause geht, noch eine kleine Geschenktasche zur Erinnerung an ihren Tag im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen.