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Umkleiden und Duschen für Tarforster Kicker

Im Bau: Umkleiden, Duschen, Geräte- und Aufenthaltsräume entstehen am Tarforster Kunstrasenplatz. TV-Foto: Christiane Wolff
Im Bau: Umkleiden, Duschen, Geräte- und Aufenthaltsräume entstehen am Tarforster Kunstrasenplatz. TV-Foto: Christiane Wolff
Das Konjunkturpaket von Bund und Land macht's möglich: An der vor gut eineinhalb Jahren eingeweihten Tarforster Kunstrasen-Sportanlage entstehen für rund eine halbe Million Euro Umkleiden, Duschen und Geräteräume. Von unserer Redakteurin Christiane Wolff

Trier. 750 000 Euro für den Anlagenbau, 300 000 Euro Erschließungskosten und noch mal 130 000 Euro für die notwendige Umsiedlung von unter Naturschutz stehenden Kreuzkröten: Der Bau der Tarforster Kunstrasen-Sportanlage war ein teures Unterfangen.

Die Errichtung des ursprünglich mitgeplanten Funktionsgebäudes hatte die Stadt daher aufgeschoben, als im Sommer 2008 die Bauarbeiten von Kunstrasenplatz, Basketballfeld und Minispielfeld begannen. Umkleiden, Duschen, Aufenthalts- und Geräteräume sollten erst in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden. Bis dahin sollten die Kicker des FSV Tarforst die Sanitär- und Umkleidekabinen an der alten, gegenüberliegenden Sportanlage nutzen.Und ohne die weltweite Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise müssten die Fußballer wohl auch noch auf unbestimmte Zeit zum Frischmachen und Umziehen in Scharen die Hauptstraße überqueren. Denn die Stadtkasse ist leerer als leer, und die Verwaltung fährt einen strengen Sparkurs.

Doch das Konjunkturpaket, das die Bundesregierung im vergangenen Jahr insbesondere zur Stärkung der Bauwirtschaft in der Krise beschloss, macht's möglich: Rund 400 000 Euro haben Bund und Land aus dem Sonderprogramm für den Bau des Funktionsgebäudes am neuen Tarforster Sportplatz springen lassen. Etwa 50 000 Euro steuert die Stadt Trier bei. "Und unser Verein übernimmt dann die Möblierung der Umkleidekabinen mit Bänken sowie die Tische und Stühle für den Besprechungsraum. Das Material dafür wird uns zwischen 15 000 und 20 000 Euro kosten", sagt Werner Gorges, erster Vorsitzender des FSV Tarforst.

Kunstrasen auch für Hockey geeignet



Auch eine Technikkammer und ein Raum für die Geräte zur Platzpflege kommen in dem zweigeschossigen Bau unter, der im Dezember fertig sein wird und nach der Winterpause Mitte Januar 2011 in Betrieb genommen werden soll.

"Mit dem Kunstrasenplatz sind wir übrigens äußerst zufrieden - auf der kurzen Grasfaser spielt es sich sehr gut, besser als auf dem neuen Platz in Ehrang, wo der Kunstrasen länger ist", sagt Gorges. Der FSV Tarforst hat drei Senioren- und zwölf Jugendmannschaften. Der Trainingsbetrieb läuft je zur Hälfte auf der neuen und der alten Anlage. Montags wird der Kunstrasenplatz von Uni-Sportgruppen genutzt. Außerdem trainiert die Hockey-Abteilung des Post-Sport-Telekom-Vereins von April bis September auf der Anlage. "Der Rasen nimmt auch beim Hockey keinen Schaden", sagt Gorges.