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Umwelt und Wirtschaft

Diskutierten über Umweltpolitik und Wirtschaft in Rheinland-Pfalz: Hermann Hüwels von der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Brüssel, Peter Marburger von der Universität Trier, Umweltministerin Margit Conrad und Michael Becker von Gerolsteiner Brunnen (von links).Foto: Thorsten Klein
Diskutierten über Umweltpolitik und Wirtschaft in Rheinland-Pfalz: Hermann Hüwels von der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Brüssel, Peter Marburger von der Universität Trier, Umweltministerin Margit Conrad und Michael Becker von Gerolsteiner Brunnen (von links).Foto: Thorsten Klein
TRIER. (thk) "Umweltschutz und Wirtschaft" war das Thema einer Gemeinschaftsveranstaltung der IHK Trier und des Instituts für Umwelt- und Technikrecht der Universität Trier im Tagungszentrum der IHK. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beschäftigten sich Fachleute aus Wirtschaft und Politik, unter ihnen die Ministerin für Umwelt und Forsten Margit Conrad (SPD), mit diesem komplexen Thema.

Conrad machte in ihrer Rede vor den mehr als hundert Vertretern der regionalen Wirtschaft deutlich, dass die Umweltpolitik Impulse für Innovation und Arbeitsplätze gebe. Zu beachten sei aber, dass Gesetze zum Umweltschutz die Unternehmen nicht in ihrem wirtschaftlichen Wachstum behindern dürften. "Das Ziel ist es, mit so wenig Regulierung wie möglich auszukommen, dies gilt auch für das Umweltrecht", betonte die Ministerin. Chancen für Unternehmen sieht Conrad insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, denn vor dem Hintergrund der steigen-den Energiepreise müsse man in Zukunft die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Öl verringern. "Eine Energiepolitik, die auf Effizienztechnologie, nachwachsende Rohstoffe und alternative Energien setzt, ist ohne vernünftige Alternative", sagte Conrad. In Rheinland-Pfalz gebe es eine große Zahl von Unternehmen, die auf Weltniveau höchste Kompetenz bei effizienten Produkten und Technologien besäßen. Zuvor hatte IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel deutlich gemacht, dass die Wirtschaft bereit sei, sich für den Umweltschutz einzusetzen. Was die Wirtschaft jedoch brauche, seien stabile Rahmenbedingungen. Welche Veränderungen auf die Unternehmen durch das neue EU-Haftungsrecht zukommen, erläuterte Reinhard Hendler vom Institut für Umwelt- und Technikrecht an der Universität Trier. Nach seiner Auffassung sind die Veränderungen für deutsche Un-ternehmen eher gering, da die nationalen Regelungen strenger seien als die neuen Gesetze aus Brüssel. Gespannt hörten die Vertreter der Wirtschaft den Ausführungen von Martin Kayser von der BASF zu. Er erläuterte, wie das Großunternehmen mit bestimmten Analysemethoden versuche, Umweltschutz und wirtschaftliche Effizienz zu vereinbaren. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion war dann auch der in der Region heiß diskutierte Ausbau der B 50 ein Thema. Ministerin Conrad sagte: "Ich stehe zu dem Ausbau."