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| 21:34 Uhr

Utopien, Träume, Weltentwürfe

Sorgen dafür, dass das Filmfestival „ueber morgen“ auch in Trier Diskussionsanstöße geben kann: Anja Meine von der Ehrenamtsagentur (links) und Dirk Ziesenhenne vom Broadway Premium-Kino. TV-Foto: Anke Emmerling
Sorgen dafür, dass das Filmfestival „ueber morgen“ auch in Trier Diskussionsanstöße geben kann: Anja Meine von der Ehrenamtsagentur (links) und Dirk Ziesenhenne vom Broadway Premium-Kino. TV-Foto: Anke Emmerling
Bis zum 1. Juni gastiert das Filmfestival "ueber morgen" im Trierer Broadway Premium-Kino. Als Teil des von der Aktion Mensch initiierten Gesellschafter-Projekts um die Kernfrage "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" zeigt es Filme, die zur Diskussion über Werte und Ziele für die Welt der Zukunft anregen. Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling

Trier. Wie könnte die Welt von morgen aussehen? Welche Werte, Träume, Überzeugungen haben wir und welche Möglichkeiten, sie zu gestalten? Um Utopien und Weltentwürfe geht es in den Filmen des Filmfestivals "ueber morgen", das bundesweit in 100 Städten gezeigt wird. Es ist Teil des von der Aktion Mensch zusammen mit Kooperationspartnern angestoßenen "Gesellschafter-Projekts". Dies lädt zur Diskussion über eine lebenswerte und gerechte Zukunft auf breiter gesellschaftlicher Basis nicht nur mit der 2006 eingerichteten Internetplattform dieGesellschafter.de ein, sondern auch mit anderen Initiativen und Projekten. Eines davon war das auch in Trier gezeigte Filmfestival "ueber arbeiten" um Arbeit, Wirtschaft und Globalisierung. Daran knüpft jetzt "ueber morgen" an, das den Fokus auf Bedingungen lenkt, unter denen sich gesellschaftlicher Wandel vollzieht. Im Trierer Broadway-Kino werden dazu bis zum 1. Juni zehn von insgesamt 13 Filmen, je einmal mit und einmal ohne ergänzende Diskussion gezeigt - darunter "Unser Planet" (3./31. Mai) über die globalen Folgen der Ideologie fortwährenden Wachstums, "I broke my future - Paradies Europa" (7./24. Mai) über das Schicksal vier junger afrikanischer Asylanten in Deutschland, oder "Jesus Camp" (14./20. Mai) über christlichen Fundamentalismus in den USA.Schnittstellen zu Engagement

Unter federführender Koordination von Anja Meine von der Ehrenamtsagentur Trier wurden sie im Hinblick darauf ausgesucht, welche Partner vor Ort zur kompetenten Begleitung der Filminhalte zur Verfügung stehen. Denn das Filmfestival will nicht nur Denkanstöße liefern, sondern auch Schnittstellen zu gesellschaftlichem Engagement aufzeigen. Zum Auftakt war der Dokumentarfilm "Menschen, Träume, Taten" (Wiederholung am 25. Mai) über das Ökodorf Sieben Linden westlich von Berlin zu sehen. Dort verwirklichen 43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder in einer auf genossenschaftlichem Eigentums- und Mitbestimmungsrecht, Selbstverwaltung und biologische Selbstversorgung sowie Gemeinschaftskultur basierenden Großkommune ihre Utopie vom selbstbestimmten Leben. Ein Modell, das mit seinen idealistischen Zielen, aber auch ganz realem Konfliktpotenzial sowohl Inspiration als auch Reibungsfläche bietet. Ein gelungener Einstand zum Festival, denn es entwickelte sich im Anschluss eine engagierte Diskussion mit einem der Bewohner. Dabei kamen auch regionale Ansätze und Ideen zur Sprache. Ähnliches erhoffen sich die regionalen Festivalpartner und Organisatoren der Begleitdiskussionen von AG Frieden, Attac, BUND, Aktion 3. Welt Saar, Chaos Computer Club, Deutsch-Amerikanische Gesellschaft, Greenpeace, Lebenshilfe, Lokale Agenda 21, Multikulturelles Zentrum, Ökumenische Beratungsstelle für Flüchtlinge und Sozialforum auch von den kommenden Veranstaltungen.Das vollständige Trierer Programm gibt es im Internet unter www.broadway-trier.de, Infos über das Festival unter www.dieGesellschafter.de/uebermorgen