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Viruserkrankung
Verdacht auf Blauzungenkrankheit bei Kalb im Kreis Trier-Saarburg bestätigt

 Die Kuh auf diesem Symbolbild war 2006 im Stall eines Bauernhofs in Aachen an der   Blauzungenkrankheit erkrankt.
Die Kuh auf diesem Symbolbild war 2006 im Stall eines Bauernhofs in Aachen an der Blauzungenkrankheit erkrankt. FOTO: Ralf Roeger
Trier/Mainz. Nach einem Ausbruch in Baden-Württemberg hat die Krankheit, die für Rinder, Schafe und Ziegen gefährlich ist, den Kreis erreicht. Das betroffene Trier ist vorsorglich getötet worden. Von Benedikt Laubert und Harald Jansen
Benedikt Laubert

Die für Tiere gefährliche Blauzungenkrankheit hat den Kreis Trier-Saarburg erreicht. Das hat Kreissprecher Thomas Müller bestätigt. Das Tier ist vorsorglich getötet worden. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Nach TV-Informationen liegt der betroffene Bauernhof im Süden das Kreises. Er wurde vorsorglich gesperrt. Die anderen Tiere des Betriebs werden nun ebenfalls untersucht.

Das Kalb stammt aus der Pfalz. Auch der Herkunftsbetrieb wurde gesperrt.

Ein endgültiges Ergebnis hat das Landesuntersuchungsamt am Freitag vorgelegt. Es gibt weitere Verdachtsfälle im Saarland und in der Pfalz. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg geht davon aus, dass die aktuelle Sperrzone, die sich vor allem über baden-Württemberg erstreckt, nun auf ganz Rheinland-Pfalz, Hessen und auf Luxemburg ausgeweitet wird.

Die Blauzungenkrankheit ist für Menschen ungefährlich. Die Viruserkrankung kann Rinder, Ziegen und Schafe befallen und ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bei befallenen Rindern kann Fieber ausbrechen, sie zeigen weniger Appetit und andere Symptome.Die Tiere erholen sich zwar schnell von der Krankheit, sie können aber andere Tiere anstecken, und es kann zu Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und fetalen Missbildungen kommen.

Nach dem Ausbruch der Krankheit in Baden-Württemberg sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken „Die Krankheit ist für andere Tiere als Wiederkäuer und Neuweltkameliden absolut ungefährlich und auch für die Menschen stellt sie keine Gefahr dar. Das bedeutet: Fleisch von Rindern und Milchprodukte von Kühen können unbesorgt weiter gegessen werden.“ Höfken riet Landwirten, ihre Tiere gegen Krankheiten wie diese zu impfen.