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Vergangenheit und Verbrechen

Rita Wennmacher interessiert sich für die Geschichte der Kelten und spricht ihnen gleich eine Rolle in ihrem neuem Kriminalroman „Das Keltendenkmal“ zu. TV-Foto: Louisa Klein
Rita Wennmacher interessiert sich für die Geschichte der Kelten und spricht ihnen gleich eine Rolle in ihrem neuem Kriminalroman „Das Keltendenkmal“ zu. TV-Foto: Louisa Klein
Trier. Die Stadt Trier und ihre Umgebung sind reich an Autoren. Der Trierische Volksfreund stellt sie und ihre Werke ab sofort in neuer Form vor. Heute im dritten Teil der Serie: Rita Wennmacher mit ihrem neuen Krimi. Louisa Klein

Trier. Ein Mord in Kernscheid und ein Keltendenkmal - in Rita Wennmachers neuesten Krimi der "Tatort Trier"-Reihe müssen die Trierer und die Luxemburger Kommissare wieder zusammenarbeiten. Auch der historische Bezug ist wieder dabei: Diesmal müssen sich die Kommissare mit den Treverern beschäftigen, um den Verbrechern auf die Spur zu kommen.
Das Buch: "Das Keltendenkmal" ist ein Kriminalroman, der in Trier und Luxemburg spielt und gleichzeitig geschichtliche Aspekte über die Keltenzeit der Region miteinfließen lässt. Das Buch umfasst 327 Seiten und ist ab einem Alter von zwölf Jahren geeignet. Es ist in Trierer Buchhandlungen, beim Stephan-Moll-Verlag sowie im Internet erhältlich und kostet zehn Euro.
Die Geschichte: Die Trierer Oberbürgermeisterin beschließt, in der Stadt ein Keltendenkmal zu errichten, doch die Auswahl des richtigen Künstlers dazu wird von einer Reihe unvorhergesehener Ereignisse überschattet: Der Brand eines Wohnhauses in Trier-Kernscheid und ein Mord - die Kommissare aus Trier und Luxemburg müssen wieder einmal kooperieren, um den Fall zu lösen. Dabei stoßen sie immer wieder auf eine Verbindung zu den Treverern, dem Keltenvolk, dem Trier seinen Namen verdankt.
Die Autorin: Schon als junge Frau hat Rita Wennmacher, die aus Luxemburg stammt, für das Magazin Télécran geschrieben, am liebsten über kulturelle Themen. Nachdem sie dort aufgehört hatte, wurde ihr schnell langweilig, und sie begann wieder zu schreiben, auf kleine Familienanekdoten folgte 2007 der erste Krimi, der auch in Trier spielte. "Das Keltendenkmal" ist mittlerweile ihr viertes Buch, vor allem die Konstruktion der Krimi-Handlungen begeistert sie. Ihr neuestes Werk, das in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Fonds Culturel entstand, ist etwas ganz Besonderes: "Man liest den Krimi und weiß nachher auch noch etwas über die Kelten", sagt Wennmacher.
Leseprobe: Die Feuerwehrleute hatten die Schläuche entrollt und an die Hydranten angeschlossen. Sie sprühten aus allen Rohren Unmengen von Wasser in das Haus. Immer wieder trotzten die Flammen und hielten stand. Nach langem Kampf konnten endlich die ersten Männer in vollem Schutzanzug das halb abgebrannte Haus betreten. Ihnen bot sich ein Bild des Grauens. Nach einer guten Stunde fuhr ein diskreter Leichenwagen einen Zinksarg vom Morgenweg zur Gerichtsmedizin. Die Spurensicherung hatte ihre Arbeit aufgenommen, und die Anwohner kehrten tonlos und geschockt in ihre Häuser zurück.
Extra

Wie sieht die Autorin ihr Buch? Rita Wennmacher hat folgende Sätze für uns vervollständigt: Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ... ... ich schon immer mal über die Kelten schreiben wollte. Das Besondere daran ist ... ... für mich die Anbindung Triers zu Luxemburg, die ich mit den Treverern vom Altbachtal und vom Titelberg realisieren konnte. Auf jeden Fall lesen sollte es ... ... jeder Krimi-Fan und jeder historisch Interessierte aus der Großregion. lok