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Vermisstenfall: Sterbliche Überreste von Trierer Studentin Tanja Gräff entdeckt

FOTO: Rainer Neubert
Trier. Am roten Felsen unweit der Trierer Hochschule sind am Montag, 11. Mai 2015, die sterblichen Überreste der seit fast acht Jahren verschwundenen Studentin Tanja Gräff gefunden worden. (Update) Rolf Seydewitz

Die aus Korlingen (Kreis Trier-Saarburg) stammende Tanja Gräff war Anfang Juni 2007 nach einem Besuch des Sommerfests der Hochschule auf mysteriöse Weise verschwunden . Mit einem beispiellosen Ermittlungsaufwand wurde nach der jungen Frau gesucht. Die Ermittler gingen seit einigen Jahren davon aus, dass Tanja einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.
Update 11. Mai 2015, 17:10 Uhr: Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Trier mitteilen, hatten Arbeiter am Montagmorgen gegen 8.50 Uhr bei Arbeiten an einem Steilhang menschliche Knochen und Schuhe gefunden. Die Arbeiter waren dabei, Bäume und Hecken am überwucherten Hang freizuschneiden. Aufgrund der bisherigen Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um die sterblichen Überreste von Tanja Gräff handelt.

Bei dem Gelände handelt es sich um einen schwer zugänglichen, teilweise von Hecken, Sträuchern und Bäumen überwucherten Steilhang. Der dortige Bewuchs wurde von Arbeitern in den letzten Tagen freigeschnitten und entfernt. Dabei und bei den weiteren Suchmaßnahmen durch Polizeibeamte kamen die Funde zum Vorschein. Die Polizei sucht jetzt das gesamte Gelände inklusive des darüber liegenden Waldes und des Hanges ab. Dabei sind auch Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz.


Weitere Informationen sollen am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt werden, volksfreund.de wird live von dort berichten.

Update 18:39 Uhr: Der Fund der sterblichen Überreste von Tanja Gräff wäre für deren Mutter „eine große Erleichterung“. „Es war immer ihr erstes Anliegen, ihre Tochter in Würde beerdigen zu können“, sagte der Anwalt von Tanja Gräffs Mutter, Detlef Böhm, am Montag in Trier. Seit dem Verschwinden der damals 21-jährigen Studentin sei kein Tag vergangen, an dem die Mutter nicht an das Schicksal ihrer Tochter gedacht habe. „Sie hat gespürt, dass sie tot ist.“ Der Vater von Tanja starb vor knapp zwei Jahren. (dpa)

Update Dienstag 12. Mai 2015, 06:25 Uhr: Der Fall Tanja Gräff ist kein Vermisstenfall mehr (Zusammenfassung)

Update Dienstag, 09:47 Uhr: Einen Tag nach dem Fund der sterblichen Überreste der Trierer Studentin Tanja Gräff wollen Staatsanwaltschaft und Polizei heute Mittag um 12.30 Uhr über die Hintergründe informieren. Wir berichten aktuell von der Pressekonferenz .

Update Dienstag, 15:47 Uhr: Die Trierer Polizei hat Vorwürfe am Vorgehen der Ermittler im Fall Tanja Gräff zurückgewiesen. Inzwischen ist nahezu das komplette Skelett der 21-Jährigen geborgen worden. Wie die Studentin vor acht Jahren starb, ist noch offen.

Update Dienstag, 18.25 Uhr: Kann anhand der gefundenen Skelettteile herausgefunden werden, wie Tanja Gräff ums Leben gekommen ist? Darüber sprach unserer Redakteur Bernd Wientjes mit dem Leiter der Rechtsmedizin der Uni Mainz, Reinhard Urban. Er untersucht die Knochen auf mögliche Verletzungen.

Update Dienstag, 20.46 Uhr: Polizeiarbeit unter erschwerten Bedingungen: Am Tag nach dem Fund der sterblichen Überreste von Tanja Gräff suchten dort gestern die Ermittler weiter nach Spuren. Spuren, die das Rätsel über den Tod der seit 2007 vermissten Studentin womöglich lösen können.

Update Dienstag, 22.49 Uhr: Trierer Staatsanwaltschaft und Polizei haben am Dienstag über den Fund der sterblichen Überreste der lange Jahre vermissten Studentin Tanja Gräff informiert. Klar war nach der Pressekonferenz aber auch, dass noch längst nicht alle Fragen beantwortet sind.

Update Mittwoch 13. Mai 2015, 13.19 Uhr: Die Polizei hat auch am Mittwoch das Gelände um den Fundort von Tanja Gräff weiter abgesucht.

Update Mittwoch, 16.58 Uhr: Am Fundort der sterblichen Überreste von Tanja Gräff hat die Trierer Polizei am Mittwoch die Arbeiten beendet. Unterdessen gibt es ein erstes Ergebnis der Rechtsmedizin: An Tanjas Schädel wurden keine Verletzungen festgestellt.

Update Freitag 15. Mai 2015, 19.30 Uhr: Der seit einigen Tagen aufgeklärte Vermisstenfall Tanja Gräff ist kein Einzelfall: In der Nähe des Fundorts von Tanjas sterblichen Überresten wird seit einiger Zeit ein weiterer Mensch vermisst. Und: An den roten Felsen in Trier-Pallien wurden schon häufiger Tote erst nach einiger Zeit entdeckt.

Update Freitag, 29. Mai 2015: Im Fall der vor acht Jahren ums Leben gekommenen Trierer Studentin Tanja Gräff hat die Polizei Dutzende neue Hinweise bekommen. Ob die 21-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, ist noch offen. Für die Ermittler steht aber fest: Tanja Gräff stürzte den roten Felsen hinunter.

Update Montag, 8. Juni 2015: Im Fall der jahrelang vermissten Tanja Gräff aus Trier haben die Ermittler einen weiblichen Schrei rekonstruiert. Ein Zeuge hatte 2007 angegeben, den Schrei in der Nacht des Verschwindens der Studentin aus Richtung der Kabinenbahn am Trierer Moselufer gehört zu haben.

Update Mittwoch, 10. Juni 2015: Ermittler von Polizei und Bundeskriminalamt haben den acht Jahre zurückliegenden Absturz der Trierer Studentin Tanja Gräff nachgestellt. Sie wollten die Stelle auf den roten Felsen lokalisieren, von der aus die 21-Jährige in die Tiefe gestürzt ist.

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