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Viez-Jupp
2018er Viez:  ein tolles Stöffchen!

FOTO: TV / Werhan, Michael
An die Bäume, fertig, los! Liebe Leute, es ist die pure Wonne, an den Streuobstwiesen vorbeizuspazieren! Denn was dort gedeiht, lässt nur Gutes ahnen. Die Apfelernte bringt sensationelle Resultate. Kein Vergleich zu 2017. Ertrag damals: eher mau, Qualität: na ja.
Roland Morgen

Das blüht uns in diesem Jahr garantiert nicht, denn diesmal stimmt von der Erntemenge bis zum Säuregehalt einfach alles. Das prima Wetter der letzten Monate hat nicht nur in den Weinbergen ganze Arbeit geleistet.

Wie gut, dass Viez nicht aus Kartoffeln hergestellt wird. Wäre ich Wodka-Fan, würde ich mich angesichts zu erwartender Preissteigerungen (mangels Masse) grämen. Aber die Äpfel sind die Wucht. Der 2018er Apfelwein wird so gut wie lange nicht. Meine Lieblingsproduzenten können in der Region aus dem Vollen schöpfen und müssen nicht Obst von weiter her dazukaufen. Und ich als Endverbraucher brauche keinen Gedanken daran zu verschwenden, in der Not auf viezähnliche Getränke etwa aus Hessen oder dem Saarland ausweichen zu müssen.

Normalerweise lautet meine Devise „Apfel gehört in die Porz“. Ab sofort sehe ich das erst mal etwas lockerer. Deshalb werde ich meiner Gattin Bärbel in Anbetracht der reichen Menge an kostbarem Rohstoff gönnerhaft erlauben, nach Herzenslust Apfelkuchen zu backen und -marmelade einzukochen. Und meinetwegen auch Viez zu trinken. Aber süßen. Prost!