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Viez-Jupp

Im Gegensatz zu CDU-Landesvize Günther Schartz bin ich ja nicht der Meinung, dass 5,6 Millionen Euro zu viel Geld sind, wenn es darum geht, Triers großen Sohn Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag 2018 mal so richtig zu würdigen. Aber ich würde die Moneten nicht ausschließlich in eine Ausstellung plus Begleitprogramm stecken, sondern außerdem etwas tun, was Trier wirklich weltweit ins Gespräch bringt: nämlich den großen Karl heimholen, und zwar so richtig.

Sprich: Das Familiengrab, in dem er am 17. März 1883 auf dem Londoner Highgate Cemetery beigesetzt wurde, mit allem Drum und Dran in die Geburtstadt translozieren (aus trierischer Sicht: riewerhollen). Als Ort für die Neubeisetzung schlage ich den Hauptfriedhof vor. Dort hätte Marx wohl ohnehin seine letzte Ruhe gefunden, wäre er in seiner Heimatstadt geblieben. Und um Schartz, seines Zeichens auch Landrat von Trier-Saarburg, zu besänftigen, schlage ich die Rückholung eines wahrhaftigen "Roten Trierers" vor: So nämlich heißt eine bekannte Apfelsorte, die sich vorzüglich für die Viezproduktion eignet, aber ausgerechnet im Trierer Land heutzutage weniger verbreitet ist als andernorts. Mit dem Roten Trierer lassen sich viele Streuobstwiesen im Kreisgebiet aufforsten, und unter Schirmherrschaft von Schartz könnten 2018 Karl-Marx-Viez-Sonderabfüllungen unters Volk gebracht werden. Ich freu mich schon drauf. Prost! Weitere Kolumen unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>