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Religion
Vom Friedensgebet bis zum Infotag: Interkulturelle Woche in Trier

Trier. Die Interkulturelle Woche in Trier findet vom 23. bis 28. September statt. Sie wird von den Kirchen (Evangelisch, Orthodox, Katholisch) veranstaltet.

In einem gemeinsamen Wort von Kardinal Marx, Bischof Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos rufen sie dazu auf, die Vielfalt in der Gesellschaft aktiv zu gestalten und sich auf die Seite von Schutzbedürftigen zu stellen: „Wenn wir uns daran gewöhnen, dass tagtäglich schutzsuchende Menschen an den Außengrenzen Europas ihr Leben verlieren, drohen unsere Grundwerte bedeutungslos zu werden. Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden. Sie stellt eine völkerrechtliche und humanitäre Verpflichtung dar.“

In Trier beginnt die Woche mit einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 23. September, um 11 Uhr in St. Gangolf am Hauptmarkt. Auch hier steht das Thema Seenotrettung und Menschlichkeit im Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Am Montag, 24. September, ist der Generalvikar der äthiopischen Diözese Gambella um 17.30 Uhr im Haus Fetzenreich, Sichelstraße 36, zu Gast. Er berichtet vom Engagement der Kirchen für die 900.000 Flüchtlinge in Äthiopien. Am Donnerstag, 27. September, gibt es um 18 Uhr ein interreligiöses Friedensgebet in der Fußgängerzone Ecke Brotstraße/Fahrstraße. Und am Freitag, 28. September, findet von 13 bis 17 Uhr auf dem Kornmarkt ein Info- und Aktionstag statt. Auf einer improvisierten Bühne spielen mehrere Musiker und Flüchtlinge; außerdem kommen Unterstützer zu Wort. So gibt es um 14.30 Uhr ein Gespräch mit Weihbischof Franz Josef Gebert. Am 3. Oktober veranstaltet der Interreligiöse Arbeitskreis einen Abrahamitschen Gang zu den Gotteshäusern der in Trier vertretenen abrahamischen Weltreligionen. Start für diesen Gang ist um 15.30 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule am Domfreihof. Er führt dann zur Antoniuskirche und zur Synagoge an der Kaiserstraße und endet in der Moschee an der Luxemburgerstraße.