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| 21:13 Uhr

Von der Schulbank auf den Rock-Olymp

Der Saitenriss war kein Beinbruch: Die Band „Indianageflüster“ aus Kastellaun gewinnt im Trierer Exhaus unter neun Bewerbern den SchoolJam-Wettbewerb. TV-Foto: Frank Göbel
Der Saitenriss war kein Beinbruch: Die Band „Indianageflüster“ aus Kastellaun gewinnt im Trierer Exhaus unter neun Bewerbern den SchoolJam-Wettbewerb. TV-Foto: Frank Göbel
Trier. Erstmals ist einer von zwölf Regionalentscheiden der Initiative SchoolJam in Trier ausgetragen worden: Neun Bands haben im Exhaus gerockt, was das Zeug hält. Seit zwölf Jahren setzt sich SchoolJam für den Rock- und Pop-Nachwuchs ein - unter anderem mit dem bundesweiten Bandwettbewerb. Frank Göbel

Trier. Der bundesweite Bandwettbewerb "SchoolJam" hat zum ersten Mal in seiner zwölfjährigen Geschichte in Trier Station gemacht - und zwar gleich mit seiner diesjährigen Auftaktveranstaltung. Neun Bands aus der Region legten sich im Exhaus mächtig ins Zeug und beeindruckten ein ums andere mal nicht nur die dreiköpfige Jury, sondern auch die rund 150 Zuschauer.
Zwei Lieder lang hatte jede Band dafür Zeit: Die wavig-punkigen "Mr-Aarton" aus Trier genauso wie "Smoking Fire" aus Waldrach oder "Outline Project". Die mit drei Sängerinnen besetzte Band aus Bernkastel-Kues ist aus einer Musik-AG des Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums in der Stadt entstanden - und passt damit völlig in das Raster der Bands, die der Wettbewerb erreichen möchte, wie Mitorganisator Franco Parisi erklärt. "Wir wenden uns gezielt vor allem an Schulen, um dort die Kultur der Rock- und Pop-Musik zu fördern", sagt der 49-Jährige, der seit zehn Jahren den Wettbewerb als Tourmanager mitgestaltet.
Dabei sei der SchoolJam aber gerade keine Casting-Veranstaltung, die eine Top-Band finden und kommerziell aufbauen will. Vielmehr gehe es um die allgemeine Unterstützung etwa von Initiativen in Schulen und Jugendzentren. So wird der Wettbewerb von weiteren Aktivitäten flankiert, die beispielsweise Ausrüstung und entsprechende Fortbildungen für Pädagogen bereitstellen. Das alles wird von der Bundesregierung unterstützt. "So wollen wir erst mal den Spaß am Musizieren vermitteln", sagt Parisi, "und letztlich auch Bands als Sprungbrett für ihre weitere Entwicklung dienen!"
Während bei den Wettbewerbsteilnehmern im Trierer Exhaus naturgemäß kleine Unsicherheiten bemerkbar sind, führen "Goldmouth", die Gewinner des vergangenen Jahres, vor, wie es abgeht, wenn man bei großen Auftritten Erfahrungen sammeln kann: Das Trio bringt einen wuchtigen, verschwitzten Sound ins Exhaus, der deutlich an die legendäre 70er-Jahre-Rocker Led Zeppelin erinnert. Geformt wurde der auf so renommierten Open-Air-Festivals wie Hurricane und Southside und einer Musikmesse in China: Die opulenten Auftrittsmöglichkeiten sind der Preis, der der Siegerband des Wettbewerbs winkt.
Im Exhaus kürt die Fachjury schließlich "Indianageflüster" (Kastellaun im Hunsrück) und "Royal Jugglers" (Saarbrücken) zu den Gewinnern. Damit nehmen die Bands an einem Online-Voting teil: Nach allen zwölf Regionalentscheiden können die letzten 30 Bands auf den Internetportalen von Viva, Spiegel Online, BigFM und PPV Medien angehört werden. Die Nutzer schicken acht Bands zum Finale nach Frankfurt, wo vor einer Jury aus Musikprofis um den großen Preis gekämpft wird.
"Indianageflüster" freuen sich übers Weiterkommen in Trier - gerechnet hätten sie nicht damit, sagt Gitarrist Malte Pink: "Beim Auftritt ist mir erst eine Saite verstimmt und dann gerissen, ich dachte: Das wars", sagt der junge Musiker. Doch die recht ausgefallene Musik der fünf Jungs, die zum Cello rappen, hat der Jury anscheinend trotzdem ziemlich gut gefallen.
Mehr Informationen zum SchoolJam und zum Voting gibt\'s im Internet unter
www.schooljam.de