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Öffentlicher Dienst
Auch Kitas von Warnstreik am Donnerstag betroffen - Busse fahren nicht, Müll bleibt teilweise stehen (Update)

Warnstreik am Donnerstag in Trier: Die meisten Busse bleiben wohl stehen, auch bei der Müllabfuhr wird es eng.
Warnstreik am Donnerstag in Trier: Die meisten Busse bleiben wohl stehen, auch bei der Müllabfuhr wird es eng. FOTO: Friedemann Vetter
Trier/Saarburg. Ein Warnstreik führt am Donnerstag zu Einschränkungen beim Busverkehr in Trier und bei der Müllabfuhr in der Stadt und im Kreis Trier-Saarburg. Die wichtigsten Fakten zum Streik. Auch die städtischen Kitas sind betroffen. red

Update: Wie die Stadtverwaltung Trier am Mittwochabend mitteilte, werden sich die von der Gewerkschaft Verdi für Donnerstag angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst auch auf die städtischen Kindertagesstätten in Trier auswirken. Eltern, deren Kinder in den Kitas Trimmelter Hof, Alt-Tarforst, Feyen und Deutsch-Französischer Kindergarten betreut werden, wurden am Mittwoch mit einem Schreiben des Jugendamts informiert, dass mit Einschränkungen des Betreuungsangebots zu rechnen ist. „Die Eltern werden gebeten, die Betreuung ihrer Kinder an diesem Tag soweit möglich privat zu organisieren“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Trier sind für Donnerstag ab 4 Uhr zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Stadtwerke gehen davon aus, dass Wie beim vorherigen Warnstreik „insbesondere unsere Busfahrer dem Aufruf folgen. Deshalb werden auch am Donnerstag nur die Linien auf die Strecke gehen, die von Auftragsunternehmen gefahren werden“, erläutert Frank Birkhäuer, Leiter des Mobilitätsbereichs bei den SWT. In Betrieb seien dann die Linien 10,12, 17 und 30.

Die Linien 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 14 sowie die Schulbuslinien, die im Fahrplan mit „S“ gekennzeichnet sind, fallen aus. Ebenso entfällt der gesamte Sternbusverkehr der Linien 81 bis 87, einschließlich der Fahrten nach Mitternacht. Alternativ können die Fahrgäste folgende Regionallinien im Stadtbereich nutzen. Hier gelten die gleichen VRT-Fahrkarten wie in den SWT-Bussen: Stadtteil Irsch: Linie 33 der Firma Walscheid Reisen zum Hauptbahnhof, Stadtteile Trier-Nord, Ruwer: neben der Buslinie 30 die Linie 333 der Moselbahn Ruwer – Handwerkskammer – Arena – St. Paulin – Christophstraße – Hauptbahnhof sowie die Linien R 200 und 202 Nells Park – Hauptbahnhof/Kaisertherme. Stadtteile Quint, Ehrang, Biewer, Pfalzel: Züge des Nahverkehrs von den Bahnhöfen Quint, Alt-Ehrang, Ehrang-Bahnhof, Pfalzel-Bahnhof sowie die Buslinie 231 der Firma Walscheid Reisen Quint – Ehrang – Biewer – Trier-Hauptbahnhof.

Die Stadtwerke planen, von 8 Uhr bis 17 Uhr einen Pendelverkehr mit angemieteten Bussen zwischen der Innenstadt (Nikolaus-Koch-Platz – Treviris – Porta Nigra) und dem Hauptbahnhof als Knotenpunkt des regionalen Bus und Zugverkehrs mit vier Abfahrten pro Stunde einzurichten.

Der Warnstreik führt auch zu Einschränkungen bei der Müllabfuhr in Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Wie der Zweckverband ART mitteilt, sind die Mitarbeiter der ART von der Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks aufgerufen. Daher muss in der Stadt Trier sowie im Landkreis Trier-Saarburg bei der Einsammlung aller Abfälle mit Ausfällen und Verzögerungen gerechnet werden. Die  Bürger werden dennoch gebeten, alle Abfälle wie geplant am Donnerstag zur Abholung bereitzustellen. Der Restabfall hat am Donnerstag Priorität vor Elektro-, Sperrabfällen und Grünschnitt. Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T., sagt: „Wir werden alle verfügbaren Mitarbeiter für die Abfuhr der


Restabfalltouren einsetzen. Sollte es dennoch nicht möglich sein, alle geplanten Straßen anzufahren, werden wir dies am kommenden Samstag versuchen nachzuholen. Im Laufe des Donnerstags informieren wir fortlaufend auf unserer Webseite zur aktuellen Situation.“ Die Abfuhr eines Großteils von Elektro-, Sperrabfällen sowie Grünschnitt wird voraussichtlich nicht wie geplant möglich sein. Da die Abfuhrkapazitäten von der Anzahl der streikenden Mitarbeiter abhängig sind, sollen angemeldete Abfälle dennoch am Donnerstag wie geplant bereitgestellt werden. Ist die Abholung bis 18 Uhr nicht erfolgt, sieht der Zweckverband eine außerplanmäßige Abfuhr am kommenden Samstag auf freiwilliger Basis vor. Eine Anordnung ist rechtlich nicht zulässig.

Nach Einschätzung des Zweckverbands wird die Abfuhr der blauen Papiertonnen voraussichtlich nicht stattfinden können. Die betroffenen Bürger können daher zum nächsten planmäßigen Abfuhrtermin Mehrmengen in Kartons neben ihrer Papiertonne bereitstellen. Alternativ ist eine kostenlose Anlieferung an dem Wertstoffhof in der Trierer Metternichstraße möglich.

Auch der Wertstoffhof ist von den Streiks betroffen. Die Warnstreiks betreffen nach aktuellem Informationsstand sowohl die Verwaltung und den Fuhrpark in der Löwenbrückener Straße, als auch das Kundenzentrum und den Wertstoffhof in der Metternichstraße. Der Zweckverband ist bemüht, eine Notbesetzung an diesen Standorten bereitzustellen. Weitere Standorte des A.R.T. sind voraussichtlich nicht betroffen.

Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter http://www.vrt-info.de, www.art-trier.de und auf www.volksfreund.de