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Was Land und Stadt am Casino verdienen

Trier. Trier (woc) Als GmbH musste die ehemalige (und mittlerweile liquidierte) Betreibergesellschaft der Trie rer Spielbank - die Spielbank Mainz/Trier/Bad Ems GmbH&Co KG - ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen. Die Bilanz 2015 ist auf der Internetseite

bundesanzeiger.de" class=fettlink> www.bundesanzeiger.de einsehbar. Auf insgesamt 9,8 Millionen Euro belief sich demnach im Jahr 2015 das Bruttoeinspielergebnis an den drei Spielbankstandorten. Das Bruttoeinspielergebnis ist das Geld, das übrig bleibt, nachdem die Spielgewinne ausgezahlt sind. 56 Prozent vom Bruttoeinspielergebnis musste die GmbH gemäß Spielbankgesetz ans Land abgeben. Von diesen rund 550 000 Euro leitete das Finanzministerium wiederum gut 259 000 Euro an die Stadt Trier weiter.
2014 erhielt die Stadt Trier aus den Spielbankeinnahmen rund 227 000 Euro, 2016 waren es 226 000. Die Einnahmen aus dem Casinobetrieb sind nicht zweckgebunden und fließen in die allgemeinen Haushalte von Land und Stadt. Insgesamt gibt es in Rheinland-Pfalz sechs Spielbankstandorte: Neben Trier, Mainz und Bad Ems sind das Bad Neuenahr, Bad Dürkheim sowie das Casino am Nürburgring. Die Spielbanken in Bad Neuenahr, Bad Dürkheim und am Nürburgring werden von der Spielbank Bad Neuenahr GmbH&Co.KG betrieben. Deren Geschäftsführender Gesellschafter ist ebenfalls Diplom-Kaufmann Michael Seegert. Weil Seegert persönlich haftender Gesellschafter ist, sind die beiden GmbH nicht zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gesetzlich verpflichtet.
Aus den Abgaben aller Spielbanken in Rheinland-Pfalz rechnet das Land in seinen Haushalten für die Jahre 2017 und 2018 mit jeweils 10,1 Millionen Euro. Das Land hat allerdings nicht nur Einnahmen durch die Spielbank: In jeder Spielbank muss jederzeit ein Finanzbeamter anwesend sein, der die Geschäfte kontrollieren soll. In der Trier Spielbank sind drei Beamte des Trierer Finanzamts mit Vollzeitstellen beschäftigt.