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Gastronomie
Wiedereröffnung des Trierer Weisshauses verzögert sich

Die Wiederbelebung verzögert sich: Das Ausflugscafé Weisshaus öffnet frühestens im Herbst 2018 seine Türen.
Die Wiederbelebung verzögert sich: Das Ausflugscafé Weisshaus öffnet frühestens im Herbst 2018 seine Türen. FOTO: Roland Morgen / Medienhaus Trierischer Volksfreund
Trier-Pallien. Alles noch Verhandlungssache: Die Wiedereröffnung des Weisshauses in Trier kann sich auch bis 2019 verzögern. Von Roland Morgen
Roland Morgen

Seit das Gastronomenpaar Heiner und Monika Adamkiewicz Ende 2014 nach fast 20 Jahren als Pächter aufgehört hat, ist das Weisshaus geschlossen. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Frühestens im kommenden Oktober, möglicherweise aber auch erst im Frühjahr 2019, werde das Traditionslokal auf dem Palliener Felsplateau wieder Gäste bewirten können. Das erklärte Triers Baudezernent Andreas Ludwig am Montag auf TV-Anfrage.

Grund: „Erst muss noch der konkrete Vertrag ausgehandelt werden“, betont der CDU-Politiker. Klar ist inzwischen aber, mit wem die Stadt, der das 200 Jahre alte Weisshaus gehört, den Deal abschließen will.  Den Zuschlag hat das Immobilienunternehmen IFA (Schillngen) erhalten. Dessen Geschäftsführer Wolfgang Schäfer (60) will laut eigenem Bekunden an „die guten alten Zeiten als eines der beliebtesten Ausflugs- und Feierlokale der Trierer anknüpfen“.  Beide Seiten streben einen Erbbaurechtsvertrag an. Darin will die Stadt, die ihren Besitz „natürlich nicht aufgibt“, laut Ludwig „garantiert sehen, dass unser schönes Weisshaus weiterhin ein für jedermann zugänglicher Gastronomiebetrieb sein wird und niemand es sich privat unter den Nagel reißen kann“. Ebenfalls noch Verhandlungssache sind die Laufzeit des Vertrages und finanzielle Fragen. Laut Ludwig werde die Stadt – abgesehen von den laufenden Unterhaltungskosten – nicht mehr in das unter Denkmalschutz stehende Gebäude investieren. Das sei bald Sache des neuen Nutzers.

IFA-Chef Schäfer sagt, er plane bauliche Veränderungen nur im neuem Teil des Gebäudes, die bekannte Optik bleibe erhalten. Einen „deutlich höheren Stellenwert als bisher“ soll die Nutzung der Orangerie bekommen: „Da gibt es viel Potenzial.“ Wem er die gastronomische Verantwortung für das Weisshaus übertragen wird, will Schäfer noch nicht sagen: „Aber es wird jemand sein, der den Job im Sinne des Publikums gut macht.“