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Wochenmarkt: Mehr Tage, höhere Gebühren

„Grüne Ware“ gibt's bislang auf dem Wochenmarkt. Der Rat will auch andere Dinge zulassen, wird aber aus Mainz ausgebremst. TV-Foto: Christiane Wolff
„Grüne Ware“ gibt's bislang auf dem Wochenmarkt. Der Rat will auch andere Dinge zulassen, wird aber aus Mainz ausgebremst. TV-Foto: Christiane Wolff
Der Trierer Wochenmarkt auf dem Viehmarkt darf künftig auch samstags und abends bis 22 Uhr stattfinden. Das hat der Stadtrat beschlossen.

Trier. (woc) Melden genügend interessierte Markt-Beschicker Interesse an, findet der Wochenmarkt - bislang nur dienstags und freitags auf dem Viehmarkt - künftig auch an Samstagen statt. Die neue Marktsatzung, die der Stadtrat am Dienstagabend mit großer Mehrheit beschlossen hat, erlaubt außerdem Abend-Sondermärkte bis 22 Uhr.

Neben der Ausweitung auf den Samstag hatte der Rat beantragt, dass die neue Wochenmarkt-Satzung außer Obst, Gemüse, Lebensmitteln und anderen Dingen aus Naturerzeugnissen auch den Verkauf von Haushaltswaren, Büchern, zubereiteten Speisen und Kunsthandwerk zulassen solle. Doch über das Warensortiment rheinland-pfälzischer Wochenmärkte hat das Mainzer Wirtschaftsministerium die Rechtshoheit. Und Landesminister Hendrik Hering hatte Trier mitgeteilt, dass es für ein ausgeweitetes Marktsortiment keine Gründe gebe (der TV berichtete). "Aber ich treffe den Minister am Freitag und werde mit ihm noch einmal über dieses Thema sprechen", erklärte Triers Wirtschaftsdezernent Thomas Egger.

Peter Spang (SPD) betonte, dass die Beschicker des ständigen Marktes auf dem Hauptmarkt nicht ohne weiteres auf andere Plätze verwiesen werden dürften. Beim letzten Weihnachtsmarkt hatte Oberbürgermeister Klaus Jensen die Marktleute auf den Kornmarkt verbannen wollen - scheiterte mit diesem Ansinnen allerdings am Widerstand der Marktleute. Egger erklärte, dass die neue Satzung die Rechte der Marktbeschicker genau hinsichtlich dieser Thematik stärke.

Weil die CDU eine Ausweitung des Wochenmarkts auf Samstage nur für sinnvoll erachtet, wenn gleichzeitig das Warenangebot ausgeweitet werde, stimmten etliche Christdemokraten gegen die neue Marktsatzung. Auch die Linke und die NPD lehnten die Satzung ab.

Einer Gebührenerhöhung stimmte der Rat dagegen einstimmig zu: Für einen großen Stand auf dem Viehmarkt müssen Marktbeschicker künftig rund 450 Euro mehr Standgebühren pro Jahr zahlen.