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Wohnen
Geld für bezahlbare Mieten bis ins hohe Alter

Trier-West. Das Land unterstützt die Baugenossenschaft der Eisenbahner beim sozialen Wohnungsbau.

Die Baugenossenschaft der Eisenbahnbediensteten nimmt auf dem Gelände rund um die Spirostraße ein neues Projekt in Angriff: Ein Neun-Familien-Haus mit bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum soll entstehen. Dieses sozial orientierte Vorhaben hat nun durch die Investitions- und Strukturbank (ISB) des Landes Rheinland-Pfalz Rückendeckung bekommen, in Form eines Darlehens über 850 000 Euro sowie einem Tilgungszuschuss von 195 000 Euro.

Ulrich Dexheimer, Vorstandssprecher der vom Finanzministerium betreuten ISB, begründete die Übergabe des Förderbescheids: „Das Land hat es sich zur Aufgabe gemacht, gerade in Schwarmstädten, zu denen Trier zählt, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Was früher als sozialer Wohnungsbau bezeichnet wurde, sei in diesen Städten mit stetig wachsender Bevölkerung notwendiger denn je: Wohnungen für Menschen mit niedrigem bis mittlerem Einkommen schaffen. Und eben dieses Einkommenskriterium spiele bei der Vergabe von Förderkrediten durch die ISB die ausschlaggebende Rolle.

Dieses Ziel verfolge die Baugenossenschaft der Eisenbahner schon seit ihrer Gründung 1911, erläuterte Genossenschaftsvorstand Manfred Lorig. Zunächst richtete man sich, wie der Name verrät, an Eisenbahner. Seit den 1980er Jahre lockerte sich das jedoch zunehmend auf und seit 1995 kann grundsätzlich jeder ein Genossenschaftsmitglied werden und so Zugang zu dem Wohnungsangebot erlangen. „Mit dem Neun-Familien-Haus beschreiten wir neue Wege, die meisten unserer bisherigen Gebäude sind für zwei bis vier Familien ausgelegt“, berichtete Lorig.

Nach dem Bau wird die Genossenschaft dann über 320 Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von rund 8 000 Quadratmetern in Trier-West und Euren verfügen. Ein Ziel beim jüngsten Projekt sei es, Wohnungen zu schaffen, die auch im hohen Alter noch genutzt werden können. Deswegen setze man auf durchgehende Barrierefreiheit - unter anderem werde erstmals ein Aufzug mit eingebaut. Dieses Vorhaben wird vom Land durch einen gesonderten Fördertopf ebenfalls gefördert, kündigte Dexheimer an.