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Vereine
„Wolfsberghalle bleibt das Sorgenkind in Trier“

Lothar Zingen (Dritter von rechts) erhielt von den beiden Sportkreis-Vorsitzenden Michael Maxheim (Trier, links) und Felix Jäger (Trier-Saarburg, rechts) sowie Michael Herrmann (Kreisjugendwart, Zweiter von links) die goldene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland verliehen. Silberne Ehrennadeln erhielten Marco Marzi (Dritter von links) und Matthias Woitok (Zweiter von rechts).
Lothar Zingen (Dritter von rechts) erhielt von den beiden Sportkreis-Vorsitzenden Michael Maxheim (Trier, links) und Felix Jäger (Trier-Saarburg, rechts) sowie Michael Herrmann (Kreisjugendwart, Zweiter von links) die goldene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland verliehen. Silberne Ehrennadeln erhielten Marco Marzi (Dritter von links) und Matthias Woitok (Zweiter von rechts). FOTO: Stadtsportverband
Trier. Der Stadtsportverband Trier beschäftigt sich mit der Zukunft der Infrastruktur, Inklusion im Verein und neuen Förderrichtlinien. Bürgermeisterin und Sportdezernentin Elvira Garbes berichtete Aktuelles zur Mäusheckerhalle und zur Wolfsberghalle. Eine besondere Auszeichnung gab es für Lothar Zingen.

Der Sachstand der Trierer Sporthallen, Inklusion im Sport und Ehrungen – damit befasste sich die Mitgliederversammlung des Stadtsportverbands Trier. Rund 30 Vereine waren vertreten, der Sitzungsraum der Sportakademie war komplett gefüllt.

Ihren Einstand bei der Dachorganisation des Trierer Sports hatte die neue Trierer Bürgermeisterin und Sportdezernentin Elvira Garbes. Sie befasste sich in ihrem Grußwort intensiv mit dem heißen Eisen Sporthallen in Trier. Garbes informierte über die jüngste Stadtratssitzung, zum Ersatzneubau der Halle am Mäusheckerweg sowie zu den Ersatzneubauten der Sporthallen in den Bezirkssportanlagen Trier-West und Feyen. „Das Sorgenkind bleibt aber die Wolfsberghalle“, sagte die Bürgermeisterin, verbunden mit der Hoffnung, dass man auch für diese Halle eine nachhaltige Lösung finden würde. „Aber das geht nicht von heute auf morgen.“ Dafür sei die Toni-Chorus-Halle nach einjähriger, sanierungsbedingter Schließung nun wieder für den Vereins- und Schulsport nutzbar.
Andreas Ludwig, der als Baudezernent auch weiterhin in alle Vorhaben involviert ist, sagte: „Vor drei Jahren, als ich mein Amt antrat, sah das viel düsterer aus.“ Ludwig und Garbes versicherten den Vereinsvertretern, dass sie sich auch künftig bei allen Problemen in den Dienst des organisierten Sports stellen würden.
Dazu zählten auch die 23 000 Euro städtischer Zuschüsse, die der Dezernatsausschuss für Baumaßnahmen Trierer Vereine mit Gesamtkosten von 121 000 Euro bewilligt habe.
Und das Thema Geld ging es auch bei Michael Maxheim. Der Vorsitzende des Sportkreises Trier und Vizepräsident des Sportbundes Rheinland erläuterte neue Förderrichtlinien für Vereine. Zum Beispiel muss der Mindest-Monatsbeitrag für Erwachsene 2018 bei fünf Euro und 2020 bei 6,50 Euro liegen, wenn der Verein Fördermittel beantragen möchte. Der Sportbund Rheinland habe 2017 aus zusätzlichem Lottogeld 70 000 Euro für Sportgeräte an die Vereine ausgeschüttet: „Allen Anträgen wurde stattgegeben.“
Wie sich Sportvereine für Menschen mit Beeinträchtigungen öffnen können, dazu referierten Laura Trautmann von der Koordinierungsstelle Inklusion beim Landessportbund sowie Gerd Dahm, Behindertenbeauftragter der Stadt Trier. Dahm: „Gerade Sportler mit Beeinträchtigungen können sehr befruchtend fürs Vereinsleben sein. Man soll nicht immer nur die möglichen Hindernisse im Hinterkopf haben, sondern die Vorteile sehen.“ Trautmann stellte die „Motivationsprämie für Inklusion“ vor. Wichtig seien zudem die Qualifizierung von Übungsleitern und der Netzwerkgedanke unter Vereinen.

Marco Marzi, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, verwies auf den Trierer Sportatlas, in dem Vereine auch ihre Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen eintragen sollten. In seinem Jahresbericht erwähnte Marzi auf die Verleihung des Jugendförderpreises, das Engagement des Verbands bei den Special Olympics in Trier, die neu eingeführte direkte Vereinsbetreuung durch Vorstandsmitglieder und die Unterstützung der Vereine zum Beispiel bei Fragen zu Baumaßnahmen. „Das Beispiel des Tus Trier-West/Euren und der Neubau der dortigen Sporthalle zeigt exemplarisch, wie der Stadtsportverband helfen konnte.“

Für die Deutschland-Tour der Radsportler, die am 24./25. August Halt im Etappenort Trier macht, erhofft sich Marzi ein ähnliches Engagement des Trierer Sports wie bei den Special Olympics.

Michael Maxheim zeichnete im Auftrag des Sportbundes Rheinland Marzi als Vorsitzenden des Trimmelter SV und des rheinland-pfälzischen Basketballverbands ebenso mit der silbernen Ehrennadel aus wie Matthias Woitok, Vorsitzender des Ruderclubs Treviris Trier. Die Ehrennadel in Gold erhielt Lothar Zingen von den St.-Sebastianus-Schützen Trier-Ehrang.

Die Verleihung des Jugendförderpreises ist erneut in die Ehrung für Alt- und Spitzensportler der Stadt Trier am Freitag, 20. April, um 19 Uhr in der Arena eingebettet.

(red)