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Politik
Zu wenige Parkplätze und zu viel Verkehr in Trier-Nord

Trier-Nord
Trier-Nord FOTO: TV / Laux, Simone
Trier-Nord. Die Parkplatzsituation in der Balthasar-Neumann-Straße wird von vielen Anwohnern nach wie vor als hoch problematisch eingestuft. Was außerdem wichtig war im Ortsbeirat. Von Martin Recktenwald

Die Ausweisung als Anliegerstraße habe Anfang des Jahres zwar eine kurzzeitige Entlastung bei den Fremdfahrzeugen gebracht, ohne Kontrollen verpuffe der Effekt aber. Solche Kontrollen haben Polizei und Ordnungsamt im April und Mai in den Morgenstunden mehrfach durchgeführt und dabei nach eigener Aussage stets freie Parkplätze entdeckt.

Diese Beobachtungen kann eine Anwohnergruppe nicht nachvollziehen und hat sich erneut an den Ortsbeirat gewendet. Da nach zweijährigem Nachfragen bisher keine Erfolge bei der Einrichtung einer Parkzone mit Anwohnerausweis erzielt wurden, hofft man auf neue Wege. Dafür soll nun eine Bürgerversammlung einberufen werden.

Erneut werden Verkehrsprojekte in Trier-Nord verschoben: Das von der Stadt aufgestellte „10-Jahreskonzept Straßenbau“ setzt die Priorität für Moselbahndurchbruch und Wasserwegdurchbruch herunter. Ohne zuvor einen neuen Anschluss zur Entlastung des Aveler Tals zu bauen, sei der Moselbahndurchbruch nicht sinnvoll, argumentiert die Verwaltung.

„Das ist ja noch nachvollziehbar. Grundsätzlich ist aber trotzdem ärgerlich, dass der Moselbahndurchbruch seit Jahrzehnten immer wieder verschoben wird“, kritisierte Matthias Melchisedech (CDU). Man könne in diesem Fall nun auch wieder darüber nachdenken, das Moselbahngelände als Parkplatz zu nutzen, um wenigstens hier eine Entlastung für den Stadtteil zu schaffen, meinte Philipp Bett (CDU).

Die „Wohnungsbaugenossenschaft Am Beutelweg“ möchte auf einem umzäunten Kleingrundstück in der Franz-Georg-Straße einen Auslaufplatz für Hunde einrichten. Dort sollen eine sogenannte Bello-Box und ein Mülleimer zur Beseitigung der Hinterlassenschaften aufgestellt werden. Ein Pate hat sich nach Auskunft von Quartiersmanagerin Maria Ohlig bereiterklärt, die Box regelmäßig mit Tüten vom Stadtreinigungsamt aufzufüllen. Mit diesem Angebot hofft die Genossenschaft ein positives Signal zu setzen, damit Hundekot nicht einfach auf den Straßen hinterlassen wird. Parallel ist eine Aufklärungskampagne geplant.