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Zwei Säulen des Sports

Ehrenbriefe der Stadt nehmen Hans-Josef Laas (links) und Alfons Steinbach (rechts ) von Oberbürgermeister Helmut Schröer entgegen.Foto: Karl-Peter Jochem
Ehrenbriefe der Stadt nehmen Hans-Josef Laas (links) und Alfons Steinbach (rechts ) von Oberbürgermeister Helmut Schröer entgegen.Foto: Karl-Peter Jochem
TRIER. Oberbürgermeister Helmut Schröer verlieh zwei verdienten Sportfunktionären den Ehrenbrief der Stadt Trier: Alfons Steinbach und Hans-Josef Laas. Damit würdigte die Stadt deren überdurchschnittliches Engagement für den Sport in der Stadt. Von unserem Mitarbeiter <br>KARL-PETER JOCHEM

Seit fast 50 Jahren ist Alfons Steinbach eine Institution im Handball in der Region. Als Spieler, Sportfunktionär und Organisator zahlreicher hochkarätiger Handballbegegnungen machte er sich einen Namen.Schon früh war Alfons Steinbach in der Jugendarbeit aktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute er zusammen mit anderen Sportbegeisterten die DJK St. Matthias wieder auf.Mit seinen Jugendgruppen bildete er die ersten Fußball- und Handballmannschaften. Nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler verschiedener Stadt- und Bezirksauswahlmannschaften machte sich der Trierer einen Namen.Besonders stolz ist der 70-Jährige darauf, dass aus allen seinen Jugendlichen "etwas geworden" ist. "Vielen von ihnen habe ich eine Lehrstelle besorgt, oder bei der Arbeitssuche geholfen", sagt Steinbach. Als Bezirksspielwart des Handballbezirks Mosel organisierte und leitete Steinbach 20 Jahre lang den Spielbetrieb von rund 200 Mannschaften aus der gesamten Region. Zwölf Jahre lang leitete er als Schiedsrichter zahlreiche Begegnungen. Von 1975 bis 1993 war er Vorsitzender des Handballbezirks Mosel. In dieser Zeit organisierte Alfons Steinbach zahlreiche internationale Handballbegegnungen. Seit 1997 ist er Vorsitzender des Sportkreises Trier-Saarburg mit 330 Mitgliedsvereinen in 70 Sportarten.Hans-Josef Laas war fast 25 Jahre lang in leitender Funktion beim Post-Sport-Telekom (PST) Trier tätig, dessen Ehrenpräsident er heute ist. Mit großem Engagement war Laas 17 Jahre lang Vizepräsident des Sportbundes Rheinland, zu dessen Schatzmeister er im vergangenen Jahr gewählt wurde."Ein Funktionär, der funktioniert"

Laas ist nach eigenen Angaben ein typischer "Verwaltungssportler". Er hat zwar in seiner Jugend Fußball gespielt ­ allerdings nie in einer Mannschaft. Viel lieber hätte er seinen Brüdern zugesehen, die beide in der Bezirksliga für den PST kickten.Zum Verein kam er, als der Fußball-Abteilungsleiter starb und ihn seine Brüder baten, das Amt zu übernehmen. Zwei Jahre später wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des PST gewählt, 1981 übernahm er den Vorsitz von Toni Chorus.In die Ära des pensionierten Postbeamten fiel die Gründung einiger neuer Abteilungen, er gab den Anstoß zum Aufbau des vereinseigenen Fitnessstudios. Unter Hans-Josef Laas wuchs der Verein auf über 5000 Mitglieder.Angesichts der Verwaltungstätigkeit bleibt Helmut Laas für den aktiven Sport keine Zeit. "Wenn man Vorsitzender eines solchen Vereins ist, hat man selbst keine Zeit, aktiv Sport zu betreiben", sagt der 70-Jährige zurückblickend, "ich habe mich gefreut, wenn ich anderen beim Sport zuschauen konnte."Als Schatzmeister des Sportbundes Rheinland wacht der "Funktionär, der funktioniert" ­ wie er sich selber bezeichnet ­ heute über die Verteilung staatlicher Zuschüsse an die Fachverbände und Vereine. In Zeiten leerer Kassen keine leichte Aufgabe. "Alleine in diesem Jahr erhalten wir eine Million Euro weniger an Zuschüssen als im letzten Jahr", bedauert Laas."Ihr ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft war für Sie etwas selbstverständliches", attestierte der Oberbürgermeister den beiden. Als ehrenamtlich engagierte Bürger hätten sie mit dazu beigetragen, dass sich die Menschen in Trier wohl fühlen.Nicht zuletzt durch den Einsatz vieler Ehrenamtlicher habe sich Trier als Sportstadt einen Namen gemacht. In über 100 Vereinen mit rund 25 000 Mitgliedern trügen sie einen wichtigen Beitrag zur Integration von Ausländern, Behinderten und alten Menschen bei und leisteten wertvolle Jugendarbeit.