Kriminalität Neues vom Trierer Amokprozess: Aus diesem Grund fallen fünf Verhandlungstage aus
Trier · Im Trierer Amokprozess wird es in diesem Jahr höchstens noch einen Verhandlungstag geben. In dieser Woche wurden gleich fünf Prozesstage abgesagt. Das ist der Grund.
Der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Trierer Amokfahrer geht in die Verlängerung. Nach einer Mitteilung des Landgerichts wurden fünf der sechs im Dezember geplanten Verhandlungstage abgesagt. Danach wird die Hauptverhandlung gegen den 52-jährigen Angeklagten voraussichtlich erst am Dienstag, 21. Dezember, fortgesetzt. Zu den Gründen der Absage machte das Gericht keine Angaben.
Das soll der Grund für den Ausfall der Verhandlungssstage im Trierer Amokprozess sein
Wie unsere Redaktion aus Justizkreisen erfuhr, soll ein Schöffe erkrankt sein. Die fünfköpfige Schwurgerichtskammer des Landgerichts besteht aus drei Berufsrichtern und zwei Laienrichtern, den sogenannten Schöffen.
Gegen den mutmaßlichen Amokfahrer wird seit inzwischen dreieinhalb Monaten verhandelt. 13 Prozesstage sind absolviert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-jährigen Angeklagten fünffachen Mord und schwere Körperverletzung in zahlreichen Fällen vor. Der Angeklagte schweigt im Prozess bislang zu den Vorwürfen.
So lange wird der Trierer Amokprozess voraussichtlich noch dauern
Bis Ende Januar hatte die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz insgesamt 26 Verhandlungstage terminiert. Dass dann auch mit einem Urteil gerechnet werden kann, ist unwahrscheinlich. Schon vor der Absage der fünf Dezember-Termine in dieser Woche hieß es, dass vor März, April, in dem über die Grenzen der Region beachteten Verfahren kein Urteil zu erwarten sei. Nun dürfte sich der Zeitpunkt noch weiter nach hinten verschieben.
Ursprünglich hatte das Gericht sogar für den 1. Dezember, den Jahrestag der Amokfahrt, einen Verhandlungstermin anberaumt. Dieser war allerdings schon vor Wochen abgesagt worden.