Trierer CDU-Politiker fordert neue Zuglinien - Über eine Milliarde Euro Kosten

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Trierer CDU-Politiker will neue Bahnstrecke nach Frankfurt

Der Bundestagsabgeordnete Steier legt Bahnkonzept vor. Er schlägt unter anderem eine Direktverbindung nach Frankfurt vor und veranschlagt dafür über eine Milliarde Euro. Rund um Trier soll es einen Ringverkehr geben.

Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier schlägt neue Bahnverbindungen für die Region Trier und Luxemburg vor. Dazu sollen auch neue Strecken gebaut werden, wie Steier im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte.

Er schlägt unter anderem eine neue Direktverbindung von Luxemburg über Trier nach Frankfurt vor. Diese soll aber nicht entlang der Mosel laufen, sondern über Hermeskeil. Steier, der seine Vorschläge mit dem Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) erarbeitet hat, schlägt dazu unter anderem den Neubau einer Bahnstrecke in Luxemburg von Haltepunkt Cents-Hamm bis Mertert entlang der Autobahn vor. Als Kosten dafür gibt der CDU-Politiker 460 Millionen Euro an. Auf deutscher Seite müsste für die von Steier geplante Streckenführung die nicht mehr vorhandene Bahntrasse von Igel über die Mosel Richtung Konz reaktiviert werden (Kosten laut der Berechnung: 40 Millionen Euro), genau wie die Trasse von Trier nach Ruwer. Von dort soll es dann eine 46 Kilometer lange neue Trasse zum Teil entlang der Autobahn über Hermeskeil bis ins saarländische Sötern und weiter bis nach Neubrücke im Kreis Birkenfeld geben (Kosten: 630 Millionen Euro). Um nicht die gesamte Strecke zu elektrifizieren zu müssen, schlägt Steier den Einsatz von kombinierten Elektro-/Batterie-Zügen vor. Als Gesamtkosten für die Strecke von Luxemburg nach Frankfurt, mit der sich die Fahrzeit laut den Berechnungen des Abgeordneten und des VDV um rund 90 Minuten verkürzen könnte, nennt er rund 1,3 Milliarden Euro. Die Finanzierung werde durch das Klimapaket der Bundesregierung möglich, bei der die Mittel für den Ausbau des Schienenverkehrs vorgesehen sei. „Vom Bund kommt das Geld, um neue Strecken und Bahnverbindungen muss sich dann Mainz kümmern“, sagt Steier. Auch Luxemburg müsse bei der Finanzierung mit ins Boot genommen werden, da das Land auch von der neuen Verbindung profitiere.

Genauso wie von der Steier vorgeschlagenen weiteren Direktverbindung von Saarbrücken über die Saarstrecke nach Luxemburg. Züge aus dem Saarland sollten dann über Konz ins Nachbarland fahren. Dadurch könnten etwa die Pendler aus Saarburg ohne umzusteigen schneller mit dem Zug nach Luxemburg fahren. Steier sieht für dies neue Verbindung auf bereits bestehenden Strecken „ein hohes Potenzial“. Der Vorschlag einer direkten Bahnverbindung von Luxemburg nach Saarbrücken ist nicht neu. Im vergangenen Jahr hatten das die saarländischen Grünen gefordert. Auch der frühere saarländische Verkehrsminister Hanspeter Georgi (CDU) brachte diese Verbindung immer mal wieder ins Gespräch. Steier sieht durch die geplante Reaktivierung der sogenannten Weststrecke in Trier, mit der es eine neue Direktverbindung nach Luxemburg geben soll, gute Voraussetzungen für die Realisierung seines Vorschlags. Ebenso für den von ihm ins Spiel gebrachte Ringverkehr rund um Trier, der über die Weststrecke, über Konz und zurück über den Trierer Hauptbahnhof führen soll.

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