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Straßenbau
Umgehung Hohensonne: Tausende Tonnen Erde müssen an der B51 bewegt werden

Am südlichen Ende von Hohensonne muss Erdreich für die Orstumgehung aufgeschüttet werden.
Am südlichen Ende von Hohensonne muss Erdreich für die Orstumgehung aufgeschüttet werden. FOTO: LBM Trier
Aach-Hohensonne. Im kommenden Jahr soll die Umgehung Hohensonne befahrbar sein. Bis dahin werden unter anderem 130 000 Kubikmeter Erde abgefahren. Von Harald Jansen
Harald Jansen

Es gibt Baustellen, deren ganzes Ausmaß erst so richtig deutlich wird, wenn man in die Luft geht. Die gerade entstehende Ortsumfahrung Hohensonne ist solch ein Projekt. Dessen Umfang lässt sich auf den ersten Blick nur erahnen. Denn die Trasse für die neue Straße wird gerade in  das Gelände geschnitten. Dafür ist schweres Gerät im Einsatz. Der TV hat beim zuständigen Landesbetrieb Mobilität Trier nachgefragt, was im Aacher Ortsteil gerade gemacht wird und was da für geschätzt 13 Millionen Euro Gesamtkosten insgesamt geplant ist.

Was bisher geschehen ist Zwar sind erst seit ein paar Wochen wieder die großen Lastwagen im Einsatz, gebaut wird jedoch schon seit längerer Zeit (siehe Info). Unter anderem sind, wie bei größeren Projekten üblich, erst die beiden Brücken errichtet worden. Die eine über die aktuelle Bundesstraße 51, die andere über die Trasse der künftigen Verbindung zwischen Trier rund Bitburg. Für diese Arbeiten sind vor einigen Monaten einige Tausend Kubikmeter Erdreich auf eine Fläche in der Nähe des Helenenbergs transportiert worden (der TV berichtete). Nach Auskunft von Hans-Michael Bartnick, Pressesprecher des Landesbetriebs Mobilität Trier, waren das rund 30 000 Kubikmeter.

Was derzeit geschieht Der größere Batzen Erde muss noch weg. Rund 120 000 Kubikmeter sind es laut LBM. Diese Masse wiegt ungefähr 180 000 Tonnen, die von A nach B bewegt werden müssen. Ein kleiner Teil davon wird nur wenige Meter Richtung Trier gekarrt. Denn dort muss mit rund 15 000 Kubikmetern Erdreich das Tal des Kerschergrabens aufgefüllt werden. Der Rest geht zum Helenenberg.

Derzeit wird die sogenannte Ausfahrtsrampe Trier-Aach östlich der B 51 gebaut. Wie tief diese unterhalb des heutigen Straßenniveaus liegen wird, zeigt sich an der bereits fertiggestellten Brücke in Hohensonne über die später die Landesstraße 43 laufen wird und die einen kreuzungsfreien Betrieb erst ermöglicht. Rund sechs Meter unterhalb der aktuellen Bundesstraße wird später die neue Bundesstraße verlaufen (siehe Grafik). Das soll helfen, den Lärm durch die täglich mehr als 20 000 Fahrzeuge für die Bürger in Hohensonne erträglicher zu machen. Denen fahren heutzutage die LKW und Autos fast schon durch den Vorgarten. Und in den Vorgärten der vier Häuser, die für den Straßenneubau abgerissen worden sind, hat auch schon das eine oder andere vom Weg abgekommene Fahrzeug gestanden.

Was noch ansteht Abhängig von der Witterung erwartet der Landesbetrieb, dass „der große Erdbau bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden kann“. Der Asphalt-Straßenbau folgt nach Auskunft von Bartnick entsprechend der einzelnen Bauphasen.

Neben der Bundesstraße entsteht zudem noch ein 400 Meter langer Hauptwirtschaftsweg. Die von Aach nach Hohensonne führende L 43 wird saniert.

Über die derzeit noch ungenutzte Brücke über die neue B-51-Trasse wird der Verkehr vermutlich ab dem Sommer fließen. Und wann können Autos auch über die neue Ortsumgehung fahren? Dazu sagt Hans-Michael Bartnick: „Generell erwarten wir derzeit eine Gesamtfertigstellung, abhängig von der Witterung (insbesondere der beiden Winter), bis Sommer 2019.“

Am nördlichen Ende von Hohensonne werden rund 150000 Kubikmeter Erdreich für die Orstumgehung bewegt.
Am nördlichen Ende von Hohensonne werden rund 150000 Kubikmeter Erdreich für die Orstumgehung bewegt. FOTO: LBM Trier