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Abschied von der roten Erde

Später Spatenstich: Die Bauarbeiten für den Kunstrasenplatz in Trierweiler-Udelfangen haben längst begonnen, jetzt wurde der obligatorische Spatenstich nachgeholt. Foto: Ludwig Hoff
Später Spatenstich: Die Bauarbeiten für den Kunstrasenplatz in Trierweiler-Udelfangen haben längst begonnen, jetzt wurde der obligatorische Spatenstich nachgeholt. Foto: Ludwig Hoff
TRIERWEILER-UDELFANGEN. Der obligatorische erste Spatenstich erfolgte spät, aber nicht zu spät: In Trierweiler-Udelfangen haben die Bauarbeiten für einen neuen Sportplatz begonnen. Ein Kunstrasenplatz wird den alten Tennenplatz ersetzen. ARRAY(0x49c073e0)

Die Zeit der "roten Erde" in Trierweiler-Udelfangen ist vorbei. Vorbei auch die Jahre, da die Kicker nach 90 Minuten rot wie eine Rothaut das Spielfeld verließen. Die unfreiwillige Schminke kam vom alten Tennenplatz. Mittlerweile gehört dieser der Vergangenheit an. Denn: Die Bauarbeiten für einen Kunstrasenplatz haben bereits begonnen - auch ohne den obligatorischen ersten Spatenstich, der am vergangenen Freitag nachgeholt wurde. Verlaufen die Bauarbeiten weiterhin so glatt, hofft Ortsbürgermeister Matthias Daleiden, dass bereits ab November auf dem neuen Kunstrasenplatz gespielt werden kann. Finanzierung komplett aus Rücklagen

Die Mehrortsgemeinde investiert viel Geld in die Anlage: Laut Ortschef Daleiden soll die Umwandlung rund 546 000 Euro kosten. Wo gibt es das noch? Nicht einen Cent an Krediten braucht die Gemeinde, um die Maßnahme zu finanzieren, sondern entnimmt das Geld der Rücklage. Zuschussgeber sind der Kreis Trier-Saarburg mit 51 500 Euro sowie das Land Rheinland-Pfalz mit 206 000 Euro. Kleines Manko: Der Landeszuschuss muss von der Gemeinde vorfinanziert werden. "Geld, das sinnvoll angelegt ist", sagte Matthias Daleiden bei der kleinen Feierstunde. Profitieren werde auch die Nachwuchsarbeit des Sportvereins, prognostizierte Daleiden und wünschte einen weiteren Schub in der Vereinsentwicklung. Daleidens Bitte: Die hier spielenden Vereine sollten eine enge Kooperation eingehen. Der Gemeinderat ging mit gutem Beispiel voran und habe alle Beschlüsse einstimmig gefasst, erinnerte der Ortschef. Es mache Eindruck, wenn sich ein Verein an einer Maßnahme beteilige, unterstrich Landrat Günther Schartz in seiner Ansprache. Und daher lobte er die auf 40 000 Euro kalkulierte Eigenleistung des Vereins. Es sei eine "richtige Entscheidung" gewesen, den neuen Platz zu bauen, befand Bürgermeister Wolfgang Reiland von der Verbandsgemeinde Trier-Land. Der Sportvereins-Vorsitzende Friedbert Kohl formulierte sein persönliches Ziel mit dem neuen Platz so: "Wir setzen alles daran, aus der C-Liga rauszukommen."