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(Achtung Aprilscherz) Ein neues Gymnasium auf der Höhe: Schließung der Konzer Schule, Neubau in Trierweiler

Heute noch Ackerland, bald neue Heimat für Gymnasiasten? Auf dem mit dem Pfeil markierten Gelände könnte die Schule entstehen. Das Grundstück grenzt an das hochgelegene Gewerbegebiet in Trierweiler-Sirzenich. TV-Fotos (2): Archiv/Portaflug, Archiv/Petra Willems
Heute noch Ackerland, bald neue Heimat für Gymnasiasten? Auf dem mit dem Pfeil markierten Gelände könnte die Schule entstehen. Das Grundstück grenzt an das hochgelegene Gewerbegebiet in Trierweiler-Sirzenich. TV-Fotos (2): Archiv/Portaflug, Archiv/Petra Willems FOTO: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
Trierweiler/Konz. Bisher war es vor allem nur ein Verteilungsproblem. Nun ist eine finanzielle Komponente dazugekommen. Mit 34 Millionen Euro sind die Sanierungskosten für das Gymnasium Konz so in die Höhe geschnellt, dass der Landkreis Trier-Saarburg die Notbremse zieht. Bei der heutigen Sitzung des Schulträgerausschusses geht es um einen Schulneubau in Trierweiler. Harald Jansen

Hinweis der Redaktion: Viele Eltern und Schüler in der Verbandsgemeinde Trier-Land hätte es gefreut. Doch der Bau eines Gymnasiums in Trierweiler war nur ein Aprilscherz . Das Schulzentrum Konz wird zudem nicht geschlossen. Es wird für rund 34 Millionen Euro saniert.

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Würden Eltern und Kinder sich den Wünschen der Kommunalpolitiker beugen, dann wäre alles kein Problem. Unterm Strich gibt es für alle Viertklässler aus dem Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier genügend Plätze an weiterführenden Schulen. Doch die Realität sieht anders aus. In Schweich sind rund 100 Kinder abgewiesen worden, die eigentlich ab dem Sommer die gemeinsame Orientierungsstufe im Stefan-Andres-Schulzentrum besuchen wollten (der TV berichtete). Diese müssen nun sehen, wo sie unterkommen. Platz wäre beispielsweise im benachbarten Ehranger Gymnasium, in der Ruwertalschule in Waldrach, der Integrierten Gesamtschule Hermeskeil oder an der Realschule plus in Kell/Zerf.34 Millionen Euro Kosten

Die von der Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) auferlegte Beschränkung für Schweich betrifft vor allem Schüler aus der Verbandsgemeinde Trier-Land. In dieser VG existiert keine weiterführende Schule. Nun gibt es eine Baustelle an ganz anderer Stelle im Kreisgebiet. Und zwar in Konz. Dort soll das Schulzentrum saniert werden. Und zwar für stolze 34 Millionen. Dies wurde in der jüngsten Kreistagssitzung bekannt. Bisher standen für das Großprojekt 22 Millionen Euro im Raum.

Offensichtlich ist das für eine bisher schweigende Mehrheit von Kreistagsmitgliedern jedweder Couleur zu viel. In einer dem TV vorliegenden Gesprächsnotiz ist davon die Rede, dass diese Summe zu hoch sei. "Dafür kann man auch ein Gymnasium neu bauen", heißt es in dem Papier.

Offensichtlich hat sich diese Erkenntniss so weit durchgesetzt, dass der Kreis neue Prioritäten bei der Schulstruktur setzt: Bei der Sitzung des Schulträgerausschusses am heutigen Freitag soll die Bombe offiziell platzen: Der Standort Konz soll geschlossen werden. Stattdessen wird ein neues Schulzentrum in Trierweiler gebaut. Nach Informationen aus unterrichteten Kreisen soll der Komplex rund 33,4 Millionen Euro kosten. Möglich wird dies, da unter anderem die Ortsgemeinde ein Grundstück unweit des Gewerbegebiets zur Verfügung stellt.
In der gesamten VG ist man froh über die sich anbahnende Lösung. Denn nach der für 2020 geplanten Eröffnung entfällt für die Kinder aus der Verbandsgemeinde Trier-Land die teils zermürbende Schulsuche. In der Kreispolitik hat die Verlagerung auch deshalb Befürworter gefunden, da es für einen Schulneubau weitaus höhere Landeszuschüsse gibt als für eine bloße Sanierung.

Und was geschieht mit den Konzer Schülern? Diese sollen sich umorientieren und Trierer Schulen oder das Saarburger Gymnasium besuchen. An der Saar würde die Entscheidung für ein Gymnasium Trierweiler ebenfalls für Bewegung sorgen. Denn bei einem weiteren Zustrom aus dem Raum Konz wird es zu eng in Saarburg. Deshalb soll auch die Realschule plus geschlossen werden, damit das Gymnasium Räume dort nutzen kann.
Von der Schließung in Saarburg würde die benachbarte Realschule Kell/Zerf (16 Anmeldungen) profitieren. Trotz aller Bemühungen ist nämlich bisher die Anmeldezahl im Hochwald alles andere als rosig. Deshalb nun der angestrebte Kompromiss: alle Gymnasiasten nach Saarburg, alle anderen Schüler nach Kell/Zerf. Auch dieser schulpolitische Winkelzug wird Konsequenzen haben. Denn die Aufgabe des Standorts Zerf dürfte somit hinfällig sein.

Auch in Hermeskeil und in Waldrach erwarten sich Schulen durch das neue Gymnasium einen Schub. An der Ruwer waren es 34 Anmeldungen. Platz gibt es für 75. Und an der Gesamtschule könnten es 112 Schüler sein. Es waren zum Stichtag 16. März nur 81. Die Sitzung des Schulträgerausschusses findet statt am heutigen Freitag, 1. April, um 14 Uhr im Kreishaus in Trier.

Der Trierische Volksfreund möchte in diesem Zusammenhang von seinen Lesern wissen: Was halten Sie vom Neubau eines Gymnasiums in Trierweiler? Bitte senden Sie ihren Beitrag an die Adresse: echo@volksfreund.de (Name und Anschrift bitte nicht vergessen).-----Originaltext-----

Hinweis der Redaktion: Viele Eltern und Schüler in der Verbandsgemeinde Trier-Land hätte es gefreut. Doch der Bau eines Gymnasiums in Trierweiler war nur ein Aprilscherz . Das Schulzentrum Konz wird zudem nicht geschlossen. Es wird für rund 34 Millionen Euro saniert.