| 17:40 Uhr

Zemmer
Ein Leben für Politik und Vereine

Zemmer. Zemmers früherer Ortsbürgermeister Heinrich Koster mit 93 Jahren gestorben. Von Albert Follmann
Albert Follmann

Sein Name ist eng mit der Entwicklung der Großgemeinde Zemmer verbunden: Heinrich Koster. Am 2. April ist der langjährige Kommunalpolitiker im Alter von 93 Jahren gestorben.

Koster engagierte sich in Politik und Vereinen: 44 Jahre, von 1960 bis 2004, gehörte der Sozialdemokrat dem Gemeinderat an, zunächst dem Rat von Schleidweiler-Rodt und später dem Gemeinderat Zemmer. Er war Mitglied im Ortsbeirat Rodt, ferner von 1979 bis 1984 stellvertretender Ortsvorsteher von Rodt. Darüber hinaus war Heinrich Koster Beigeordneter des Amtes Ehrang und der im Zuge der Kommunalreform entstandenen Verbandsgemeinde Trier-Land. Zwei Legislaturperioden lang gehörte er dem Verbandsgemeinderat Trier-Land an, 22 Jahre war er zudem Mitglied des Kreistags Trier-Saarburg .

15 Jahre, von 1979 bis 1994,  war Koster Ortsbürgermeister der Gemeinde Zemmer, sieben Jahre war er SPD-Vorsitzender, 19 Jahre Vorsitzender des von ihm gegründeten Heimatvereins und sieben Jahre Vorsitzender des Sportvereins.

Dem „Zemmerer Urgestein“ war vor allem der Aufbau der Infrastruktur in der Fideigemeinde ein Herzensanliegen. Seine großen Verdienste schlugen sich in zahlreichen Ehrungen nieder. 1993 wurde Koster mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, 1998 erhielt er die Freiherr-von-Stein-Plakette.